Reformliste aus Athen Die Griechen lassen Brüssel warten

Der Poker geht weiter: Die Reformliste der griechischen Regierung lässt auf sich warten. Sie soll voraussichtlich erst am Dienstag endgültig fertig sein und an die Finanzminister der Eurogruppe geschickt werden.
Update: 23.02.2015 - 20:01 Uhr 19 Kommentare

Deutsche Politiker fordern gründliche Prüfung

Athen/BerlinNeue Verzögerung im Ringen um neue Finanzhilfen für Griechenland: Die Regierung in Athen wird nach eigener Aussage die von den Europartnern gesetzte Frist nicht ganz einhalten können. Eine von Athen bis Montagabend geforderte Liste mit konkreten Reformvorhaben dürfte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur erst am Dienstag endgültig fertig werden.

Wie aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen zu hören war, hat die Regierung bislang ein sechs Seiten umfassendes Papier zusammengestellt. Auf der Grundlage dieses Dokumentes werde aber noch mit den Geldgebern diskutiert und verhandelt, hieß es weiter. Das endgültige Dokument mit der Reformliste werde am Dienstagmorgen fertig sein und an die Finanzminister der Eurogruppe geschickt.

Die griechische Regierung feilt seit dem Sondertreffen der Euro-Finanzminister am Freitag in Brüssel an der Liste. Sie ist zentrale Voraussetzung dafür, dass die Ressortchefs endgültig grünes Licht für die grundsätzlich zugesagte Verlängerung des laufenden Hilfsprogramms geben. An diesem Dienstag wollen die Finanzminister der Euro-Länder in einer Telefonkonferenz darüber entscheiden.

Über weitere Kredite hatte es zuletzt wochenlang Streit gegeben, weil Ministerpräsident Alexis Tsipras und sein radikales Linksbündnis Syriza Reform- und Sparauflagen der Geldgeber nicht akzeptieren wollten. Zu den jetzt in Athen geplanten Reformen gehören unter anderem Maßnahmen zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung und der Korruption. Daneben soll es aber auch um die Entlastung der notleidenden Griechen gehen. „Wir diskutieren mit den Partnern, damit die Liste akzeptiert wird. Wir hoffen, dass es keine Komplikationen gibt“, sagte Regierungssprecher Gavriil Sakellarides am Montag.

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19 Kommentare zu "Reformliste aus Athen: Die Griechen lassen Brüssel warten"

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  • Donnerstsg Maybrit Tilt ner; Zitat des "Waldorf-Proffessooors: ... "Griechenland ist über dem Berg, es geht jetzt langsam wieder aufwärts..." Ich musste lachen, aber es trifft für GR zu... mit aufwärts meinte er wohl eine 90-Grad vereiste Steilwand ohne Pickel oder sonst was nackt ca. 1000 m hoch zu klettern... wir werden ver.... aber ok der Wechsel kurs Euro zum Real hält sich so vielleicht noch 4 Monate... urlaub wird dann nicht so teuer ... und wer brauch eine Altersvorsorge (ehemals von Politiker propagiert) ... H... wollt ihr ewig.... Bin mal gespannt auf die Reaktionen..

  • Darum - seid froh und freut euch über die von euch gefeierte Hartnäckigkeit Schäubles. Das übliche Propagandaschaulaufen Herrn Schäubles zur Beruhigung des einfältigen Wahlvolkes ! Am Ende wird gezahlt wie immer - man muss nur vordergründig den Eindruck erwecken, die Reformpläne werden unnachgiebig von Herrn Schäuble eingefordert etc. ! Sofort feieren die total einfältigen Leser Herrn Schäuble als Robin Hood. Den Verteidiger und Wahrer der deutschen Interessen !! Dabei stand schon von vornehrein fest, dass wieder gezhalt wird. Nur der dumme Wähler lässt sich wie immer übers Ohr hauen und feiert Schäuble als unnachgiebigen Reformeintreiber !! Über so viel Naivität und Einfalt kann man nur den Kopf schütteln !

  • 23.02.2015 19:24 Uhr•
    23.02.2015, 20:01 Uhr•Reformliste fehlt.
    Was haben wir denn am Woe von der Lügenpresse gelesen.
    "Schäuble bezwingt neuen Gr Finanzminister in die Knie".
    Wollen wir mal sehen, wer hier wen in die Knie zwingt.
    Am Freitag den 27.2. 17:00 kocht das "EU Fleisch der Politiker im Herd auf 80 Grad" wenn die Liste nicht da ist. Wobei egal ist was auf der Liste steht, sie wird alsEilsache durch die Abnicker durchgewunken.

    Es lebe Hellas in der EU!




  • Guten Abend,
    na dann müssen unsere Abnicker im Bundestag und unsere Lügenpresse halt mal ne Nachtschicht einschieben. Was solls. Egal was und wann was passiert Gr. wird gerettet. "Gr ist auf einem guten Weg"............(Schäuble).

    Jedenfalls ist der Druck auf die EU durch das do nothing der Griechen grösser als umgekehrt. Ich wette, Herr Schäuble schläft schon nicht mehr.
    Nicht wahr?...............

  • Da werden Gemeinplätzchen drin stehen wie "wir werden Steuerhinterziehung bekämpfen" oder "wir werden unsere Steuern eintreiben", "wir werden Privatisierungserlöse erzielen", etc. pp. -kurz: all das, was man in den letzten 5 Jahren eh schon hätte tun müssen. Aber natürlich wird keiner etwas gegen diese Allgemeinplätzchen einwenden können. Umgekehrt werden die Griechen diese Allgemeinplätzchen in 4 Monaten niemals erfüllen können (und auch in 4 Jahren nicht). Aber darum geht es ja auch nicht, es geht nur darum, dass man wieder mal ein olles Papier hat, dass man beidseits als "Erfolg" verkaufen kann -und dem dummen Abnickverein namens "Bundestag" zum Durchwinken vorwedeln kann. Alternativlosigkeit inklusive -wie immer.. :-(

  • Glatt vergessen. Heute S-Bahn von Hanau, Offenbach nach Frankfurt gefahren. Es war ganz toll und wieder ein Erlebnis.
    Eh, Alter, was willst Du. Eins auf die Schnauze, heh...

    Jedes Land kriegt die Bürger die es verdient. Das Fernsehprogramm für rund 200 Euro p.a., das es nicht wert ist haben wir ja schon länger.

    Mit dem deutschen Michel kann man(n) machen..., er macht alles mit.

    Die Brüsslerer werden sich daran gewöhnen müsssen, auch an die griechische Mentalität. Allerdings waren die heute in der S-Bahn schwach vertreten. Man hätte auch in einem sonstigen europäischen südländischen Land, besser Orient sein können. Zumindest hat das nix mehr mit Deutscheelande zu tun. Aber das wollen wir ja. dafür gibt es Europa, Brüssel, die Griechern u.v.m.
    Allerdings nix gratis. Das u.v.m. sollte der deutsche Michel berücksichtigen. Klar doch, wir verzichten genre nach der 20-igsten Gesundheitsreform auf unsere Zähne im Alter, die hohe Rente, Pflege. Irgendwo muß es ja bezahlt werden, dass wir uns wie im Süden fühlen. Nur kalt war es. Irgendwie passte das Wetter heute nicht dazu. Unsere Kinder und Kindeskinder werden damit groß werden, weil sie es nicht anders kennen- Dasd ist die Hoffnung unserer Politiker, Griechenland in der EU haben wir Schröder, Fischer, Schilly & Co. zu verdanken. Und die ungezügelte Zuwanderungspolitik auch den anderen Parteien. Das sollten wir nicht vergesssen. Wer das haben will, bracuht sichg nicht zu wundern, wenn er später nur noch eine Bürgerversicherung von den "Gutmenschen" bekommt. 1 Euro einzahlen, 78 Cent als Rente erhalten. Sparen ist auch die nächsten Jahre für den Normalbürger bei der Nullzinspolitk auch out.
    Griechenland, Draghi und den anderen aus der Politik, wünsche ich ein weiter so. Es erleichtert mir mit den Börsengewinnen immer mehr mich umzuorientieren. S-Bahn fahren muss ich zukünftig nicht mehr von Hanau, Offenbach nach Frankfurt. Und unsere Kinder müssen auch nicht mehr in die Schulen in den Ballungsezentren. Das ist gut so!

  • "papernever refuses ink"!

  • Zu den jetzt in Athen geplanten Reformen gehören unter anderem Maßnahmen zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung und der Korruption. Das muss man sich einmal vorstellen: Zu den griechischen "Reformen" zählen Maßnahmen zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung! Mit solchen Leuten würde ich mich niemals auch nur an einen Tisch setzen, die meine Intelligenz und Integrität bis aufs Mark malträtieren und beleidigen. Hoffentlich verschwinden sie bald aus dem Euro ... und meinetwegen auch aus der EU!

  • Heute ist Feiertag in Griechenland!

    den kann man sich nichtsagenden Listen-schreiben versauen, am Meer oder auf der Jacht geniessen;

    oder, was besser gewesen waere:

    Strategisch den GREECE - EXIT out of the EUDSSR mit Einfuehrung der Drachme arrangieren!

    Dann haetten wir in der EU-Sovjet-Republik GERMANYin mehr TEURO der Kasse, um ad hoc die marode Infrastruktur hier zu erneuern, anstatt noch Teuro's auf's Gyroskonto zu ueberweisen!

  • Von Bismarck lernen

    Bismarck wird ein politisch völlig inkorrektes Zitat über die "Hühnerdiebe vom Balkan" zugeschrieben. Wenn man so den Kapriolen der griechischen Politik folgt, nicht nur der neuesten Rabaukenregierung, dann versteht man immer besser, was er gemeint haben muss.

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