Reformpläne
Varoufakis glaubt an Einigung mit Geldgebern bis 20. April

Die griechische Schuldenkrise soll innerhalb Europas gelöst werden: Finanzminister Yanis Varoufakis zeigt sich zuversichtlich, dass sich sein Land bis zum 20. April mit den internationalen Geldgebern einigen wird.
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CernobbioDer griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hat sich zuversichtlich geäußert, dass bis zum 20. April eine Einigung mit den internationalen Geldgebern zu den jüngsten Reformplänen steht. Um das Vertrauen von Europäischer Zentralbank (EZB), EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) zu gewinnen, sei seine Regierung auch bereit, die Umsetzung eines Teil ihrer Wahlversprechen zu verschieben, ergänzte der Minister am Freitag am Rande einer Wirtschaftskonferenz in Norditalien.

Griechenland ringt in Gesprächen mit Fachleuten der bisher unter dem Namen "Troika" firmierenden Geldgeber um eine Zustimmung zu seinen neu vorgelegten Reformplänen. Davon hängt ab, wie schnell die Finanzminister der Euro-Länder ausstehende Hilfsgelder aus dem Rettungspaket freigeben.

Die im Januar gewählte neue Führung des Euro-Krisenlandes war mit dem Wahlversprechen angetreten, die bisherigen Vereinbarungen mit der Troika über einschneidende Reformen und Sparmaßnahmen aufzukündigen. Um weiter an Hilfsgelder zu kommen, hatte die Regierung in Athen allerdings eingewilligt, neue Reformvorschläge vorzulegen.

Varoufakis sagte weiter, Griechenland wolle die Schuldenkrise nicht mit Hilfe Russlands oder Chinas bewältigen. Es müsse eine Lösung innerhalb Europas gefunden werden. Zuletzt war immer wieder spekuliert worden, Griechenland könne sich Geld außerhalb der EU besorgen, sollte eine Einigung mit den bisherigen Geldgebern scheitern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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