Regierung dementiert
Gerüchte um Merkels Ambitionen auf UN-Posten

Verabschiedet sich Bundeskanzlerin Merkel im Sommer 2016 von der Bundespolitik und wird UN-Generalsekretärin? Einen entsprechenden Medienbericht dementiert die Regierung. Doch die Chancen auf einen Europäer scheinen gut.
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BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat nach Angaben ihres Sprechers keinerlei Ambitionen, UN-Generalsekretärin zu werden. „Der Bericht im 'Luxemburger Wort' entbehrt jeder Grundlage“, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch mit. Die Zeitung hatte unter Berufung auf Berliner Regierungskreise berichtet, Merkel wolle im Sommer 2016 zur Nachfolgerin von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gewählt werden.

Merkels Sprecher hatte Medienberichte über ein mögliches vorzeitiges Ende ihrer Kanzlerschaft vor 2017 bereits zuvor vehement dementiert. Die CDU-Vorsitzende hatte nach den Gerüchten mehrfach betont, sie sei für die vollen vier Jahre der Legislaturperiode angetreten.

Der Südkoreaner Ban kann nicht erneut für den Spitzenposten der UN antreten. Nach den ungeschriebenen Regeln bei der Besetzung dürfte diesmal wieder ein Europäer zum Zuge kommen. Das befördert die Spekulationen. So nennt das „Luxemburger Wort“ auch den britischen Premierminister David Cameron als Kandidaten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Über dieses Kompliment wird sich Frau Merkel freuen. Eine UN-Reform traut man ihr unter den derzeitigen führenden Politikern wohl zu. Ein Karriereschritt wäre es aber nicht für die Kanzlerin der Volkswirtschaft Deutschland.

    Der Ökonom Norbert Walter hat sich in einem SZ-Interwiew bereits 2012 Gedanken über einen Wechsel Frau Merkels nach Brüssel gemacht (von Hans-Jürgen Jakobs und Oliver Das Gupta):

    SZ: Welche europäische Institution könnte in absehbarer Zeit zum handlungsfähigen Akteur werden?

    Walter: Vielleicht die EU-Kommission - wenn man ihr von Seiten der Regierungen besseres Personal gewährt.

    SZ: Wen meinen Sie damit?

    Walter: Vielleicht wird ja unsere Bundeskanzlerin von Berlin nach Brüssel wechseln. In zwei Jahren.

    SZ: Das impliziert: Angela Merkel wird nicht mehr gewählt. Und: Sie hat Lust auf die Aufgabe.

    Walter: Beides könnte sein. Vielleicht ist sie auf dem Weg.

  • Wenn Mekel UN Genralsekretärin würde, hieße das den Bock zum Gärtner machen.
    Ihr außenpolitisches "Geschick" hat sie ja mehrmals unter Beweis gestellt und wirklich "friedlich" habe ich die Mutti der Deutschen in den letzten Wochen und Monaten nicht wahrgenommen.
    Es steht zu befürchten, daß sie als UN Generalsekretärin noch meh in der Welt herumreist und deutsche Steuergelder verschenkt. Das wird auch das Hauptargument für sie sein: das viele Geld, das sie immer verspricht.

  • Der Bericht im 'Luxemburger Wort' ...... hatte unter Berufung auf Berliner Regierungskreise berichtet, Merkel wolle im Sommer 2016 zur Nachfolgerin von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gewählt werden.(Zitat)
    Ja, ist es denn schon soweit. Alles "Gute" der Angela schon im voraus - Kanzlerin ist für sie ja "wirklich" nichts. Un-Generalsekretärin? - da kann sie bestimmt weniger etwas falsch machen ! Gute Idee!

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