Regierung hält an Atomprogramm fest
Iran weist UN-Forderung zurück

Die iranische Regierung will an ihrem Atomprogramm festhalten. Die Internationalen Atomenergiebehörde hatte zuvor in einer Resolution dessen Ende gefordert.

HB BERLIN. Der Iran hat die Forderung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zur Beendigung des Atomprogramms als «illegal» zurückgewiesen. Der Chefunterhändler des Landes, Hassan Rohani, sagte am Sonntag, der Iran werde «keinerlei Auflagen zur Aufgabe der Uran-Anreicherung akzeptieren». Die IAEA habe kein Recht, sein Land zu einer Aufgabe seiner Bemühungen zu zwingen.

Die zu den Vereinten Nationen gehörende IAEA hatte am Samstag eine Resolution verabschiedet, in der ein Ende des Programms zur Uran-Anreicherung und die Offenlegung aller Aktivitäten bis zum 25. November gefordert wird. Falls der Iran den Forderungen nicht nachkommt, sieht der Entschluss die Anrufung des UN-Sicherheitsrates vor.

Rohani drohte, sein Land werde die IAEA-Inspektionen der iranischen Atomanlagen einschränken, falls der UN-Sicherheitsrat mit dem Fall befasst werden sollte.

Das Land hat gemäß dem von ihm unterzeichneten Vertrag zur Nicht-Weiterverbreitung von Atomwaffen das Recht, Uran für die zivile Nutzung anzureichern. Die Regierung in Teheran hatte immer wieder beteuert, dass es keine militärische Verwendung anstrebe. Allerdings stellt die internationale Gemeinschaft die Glaubwürdigkeit der Beteuerungen infrage. Insbesondere die USA hatten deshalb während der vergangenen Monate die iranische Regierung zunehmend unter Druck gesetzt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%