Regierung in Manila bleibt hart
Schicksal der philippinischen Geisel bleibt ungewiss

Das Ultimatum der irakischen Entführer eines Philippiners an die Regierung in Manila ist nach offiziellen Angaben um 48 Stunden verlängert worden. Die philippinische Regierung solle bis dahin einem vorzeitigen Abzug ihrer Truppen aus dem Irak zustimmen, andernfalls drohten die Entführer, den Lastwagenfahrer Angelo de la Cruz zu töten.

HB MANILA/BAGDAD. De la Cruz war in der vergangenen Woche verschleppt worden. Die Entführer fordern einen Rückzug der 51 philippinischen Soldaten und Polizisten im Irak bis zum 20. Juli.Am Wochenende hatte die Regierung in Manila klar gemacht, dass sie ihr Kontingent nicht vor dem 20. August abziehen werde, dem geplanten Termin der Beendigung seiner Mission in dem arabischen Land.

Die USA lobten unterdessen die unnachgiebige Haltung der philippinischen Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo. Sie zeige sowohl Stärke wie auch Mitgefühl, sagte der amerikanische Botschafter in Manila, Francis Ricciardone. „Dies ist eine schwere Krise, in der die politische Führung schwere Dinge tun muss.“

Unterdessen wurden am Sonntag bei einem Bombenanschlag auf eine Fahrzeugkolonne der US-Armee in der Nähe der irakischen Stadt Samarra zwei US-Soldaten getötet worden. Drei weitere Soldaten seien verletzt worden, teilte die US-Armee mit. Die 100 Kilometer nördlich von Bagdad gelegene Stadt wird überwiegend von Sunniten bewohnt. Zuvor war bei einem Bombenanschlag auf der Straße zwischen Bagdad und der nordirakischen Stadt Mossul ein US-Soldat ums Leben gekommen. Bei dem Anschlag wurde auch ein irakischer Zivilist getötet. Seit Beginn des US-geführten Krieges gegen den ehemaligen Machthaber Saddam Hussein kamen mehr als 650 US-Militärangehörige im Kampfeinsatz ums Leben.

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