Regierung und Rebellen einigen sich
Waffenstillstand in Aceh

Die indonesische Regierung und die Rebellen aus der haben sich nach 30 Jahren Bürgerkrieg Provinz Aceh auf einen Waffenstillstand geeinigt. Nach eigenen Angaben soll der Vertrag den Konflikt um die Unabhängigkeit der überwiegend moslemischen Provinz beenden. Bei dem Konflikt sind bisher etwa 12 000 Menschen ums Leben gekommen.

HB HELSINKI. „Dies ist ein historischer Moment, wir haben schließlich eine friedliche Einigung erzielt, wie es die Menschen in Aceh und die Menschen in Indonesien seit Jahren herbeisehnen“, sagte der indonesische Informationsminister Sofyan Djalil der Nachrichtenagentur Reuters. Die Gesellschaft könne nun in Frieden leben und das nach der Flutkatastrophe vom Dezember zerstört Aceh wieder aufgebaut werden.

Das Abkommen soll die Entwaffnung der Aufständischen und den Abzug indonesischer Truppen aus der umkämpften Region regeln. Zudem soll der Waffenstillstand beobachtet werden und die soziale und politische Integration der Aceh-Rebellen sichergestellt werden. Der Vertrag werde am 15. August unterzeichnet, teilten beide Seiten am Sonntag nach Verhandlungen in Helsinki mit. Die Führung in Jakarta gestand der Rebellen-Bewegung Freies Aceh (GAM) bei dem Treffen zu, eine eigene politische Partei zu gründen. Die Aufständischen hatten Anfang des Jahres ihre Forderung nach Unabhängigkeit der Provinz aufgegeben.

Die Europäischen Union (EU) und die Vereinigung südostasiatischer Staaten (ASEAN) sollen die Umsetzung des Friedensabkommen überwachen.

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