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Diskussion: Kommentare zu: Bankenkrise zwingt Spanien harte Einsparungen auf

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

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  • 27.09.2012, 15:34 Uhrtoeasyway

    Ziegler: Es gibt ein Stück von Bertolt Brecht, "Die Gewehre der Frau Carrar", und da steht ein Satz drin, an den denke ich fast jeden Tag. Die Frau Carrar hat einen Sohn im Krieg und sagt zu den Kämpfern: "Seid vorsichtig!" Und einer der Genossen antwortet: "Vorsicht, Frau Carrar, hilft den Armen nicht." Ein Buch, das keine Namen nennt, das keine Strukturen freilegt, hat keine Sprengkraft. Ein Buch muss eine Waffe sein für den Aufstand des Gewissens.

    - Danke, das ist Wasser auf meine Mühlen. Ich werde weiter mit dem Finger in der Eiterbeule des EU Faschismus rumpuhlen.

    Ziegler: Weil die neoliberale Wahnidee bis in die sozialdemokratisch regierten Staaten vorgedrungen ist. Die Globalisierung hat jetzt 21 Jahre gedauert, die Ultraliberalisierung des Kapitalverkehrs ist durch die Technik verschärft worden, die Produktionskräfte haben sich gesteigert ...

    - 21 Jahre? Wenigstens kippt mal ein renommierter Autor den Kohl'schen Mülleimer aus und zeigt uns, was da drinnen so streng riecht: EU = Globalisierung! Auf einen bedeutungsvollen User hört ja keiner.

    Ziegler: [...] Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion haben die kapitalistischen Finanzoligarchien die Welt erobert. (derStandard)

    - Abgesehen, daß es keine Finanzoligarchen gibt ohne Kapital, Oligarchie und Faschismus sind Synonyme.
    Und die Wiederbetätigung steht unter Kuratel des Strafrechts. Weil in Deutschland leider mehr mit dem Stiefelabsatz als dem Gehirn gedacht wird: In der EU stecken Schadensersatzansprüche in Billionenhöhe!

    Habe ich auch schon tausend Male gesagt, aber vielleicht funkt es ja doch irgendwann.

    +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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    • 27.09.2012, 17:39 UhrHenry

      Nicht nur Spanien benötigt permanent finanzielle Unterstützung solange es die Gemeinschaftswährung mit dem Euro gibt.

      Kauft Gold und Silber, auch andere Edelmetalle sind zur Wertsteigerung verdonnert. Holt einen Teil vom Geld aus den Banken weg, bevor der Schalter geschlossen wird. Der Euro ist eine Inflationsmaschine und die Notenpresse unter der Leitung der EZB und der verkappten Bankenunion öffnet dazu die Inflationsschleuse. Was wohl steigt bei einer Inflation massiv an, natürlich die Edelmetalle. Zudem wird das Gold in der Halbleiterindustrie zunehmend benötigt.

      Mit großer Wahrscheinlichkeit gleitet Deutschland immer mehr in die Rezession. Das Geldvermögen auf der Bank ist nicht mehr sicher. Der Staat wird sich im Notfall bedienen wo er kann. Und Gesetze sind schnell geändert. Siehe ESM - Urteil vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Die Bevölkerung hat nicht`s mehr zu sagen, was mit diesem Urteil unterstrichen wurde.

      Und wann ist der Spuk mit dem Euro vorbei, solange unsere Politiker nicht anders entscheiden. Schätzungsweise 10 Jahre werden unsere Politiker brauchen um die Gemeinschaftswährung auf die Euroländer neu anzupassen. Am Ende sind ein Nordeuro und ein Südeuro nötig. Bis dahin gewinnt der Wert der Edelmetalle kontinuierlich. Das geht ja gar nicht anders.

      Wenn das Geld latent wertlos wird, steigt der Edelmetallpreis, ganz klar. Eine Unze Gold wird in den nächsten Jahren bei über 2.000,- Euro liegen. Das Gold ist somit auch stabiler als jede Aktie. Daraus folgt, Aktien verkaufen und dafür physisches Edelmetall einkaufen. Schnell raus aus den manipulierten Aktienhandel, denn an den Börsenplatzen liegen sehr viele faule Eier, die mit Sicherheit in die Luft fliegen und mächtig stinken werden.

  • 27.09.2012, 17:17 UhrRepublikaner

    eigentlich ist alles ganz einfach: man kann nicht mehr ausgeben, wie man verdient oder verdienen wird. Wer dieses schlichte Gebot nicht beachtet geht Bankrott. Deshalb kein Mitleid mit Staaten und Politikern, die nicht rechnen können und ihrem Wahlvolk viel versprechen, das sie nie halten können. Schlichtes Achselzucken!
    Ich habe meinem Ossi Freund ca. € 2.000 geliehen, daß er wieder auf die Beine kommt.
    Ergebnis: aus dem neuen Job flog er nach 6 Wochen raus. Ich habe ihm heute ein Schaufel gekauft, mit der Aufforderung damit zu arbeiten - anders lernen es weder unsere Stammesgenossen, noch unsere Südländer.

  • 27.09.2012, 17:53 Uhrhansblick

    from zerohedge:

    SPAIN TO TAP €3 BILLION FROM SOCIAL SECURITY RESERVES IN ORDER TO FUND LIQUIDITY NEEDS.
    Incidentally this is the same fund which has 9 months of pension reserves and is invested in... drumroll... Spanish Bonds!

    And cue to the riotcam.

    ein verbrechen...

    • 28.09.2012, 04:54 Uhrarminharald

      Es wäre sinnvoll in einer Deutschen Zeitung auch in eutsch zu kommentieren!

  • 27.09.2012, 20:53 UhrAnteSapina

    In Griechenland, in Portugal und in Spanien führt das Festhalten am Euro und der Versuch einer realen Abwertung der Preise und Löhne zu verheerenden Folgen.
    Nicht nur steigen die volkswirtschaftlichen Gesamtschulden in diesen Ländern trotz aller Sparmaßnahmen immer weiter, weil durch die Sparmaßnahmen die Wirtschaft abgewürgt wird. Vielmehr wird auch die Wiederherstellung der Schuldentragfähigkeit immer illusorischer, weil die Verschuldung relativ zum BIP durch das sinkende BIP auch noch weiter wächst.
    Mit anderen Worten, der deflationäre Teufelskreis durch das "Gesundsparen" schlägt im Quadrat zu. Daraus gibt es kein Entkommen, mögen die EZB-Alchimisten die Bond-Kurse noch so sehr manpulieren. Die privaten Kapitalströme kommen in diesen Ländern unter dem Euro nämlich nicht mehr in Gang.

    Das ist das Entscheidende! Draghi kann machen was er will. Der private Kapitalfluss in die Südperipherie und damit eine entscheidende Voraussetzung für Investitionen und Wachstum lässt sich nicht durch eine Manipulation des Kurses von Staatsanleihen erzwingen. Die Privatwirtschaft in Spanien bekommt unter den vorherrschenden Bedingungen keinen Kredit mehr.

    Fakt ist: Die Volkswirtschaften in der Südperipherie der Eurozone brennen gerade ab, und bald brennen dort auch die Städte,
    Dass ist der "gute Weg" auf dem sich diese Länder laut der Lügner Draghi, Schäuble, Merkel sowie deren Medienclaqueure befinden

    Das Endspiel um den Euro hat begonnen. Die EZB wird es auch mit noch so großen Anleihenkäufen nicht mehr gewinnen können.

    Gute, aktuelle und vor allem unbestechliche makroökonomische Infos und Analysen gibts übrigens unter
    www.querschuesse.de
    Empfehlenswert auch diese Gesamtdarstellung der Eurokrise:
    http://www.matthiaselbers.de/docs/Das-Euro-Desaster.pdf

    • 27.09.2012, 22:59 UhrMarco99

      Die genannten Volkswirtschaften haben sich mit geliehenem Geld vollgesaugt und beim Ausgeben desselben haben sich die Preise von jedem realistischen Level entfernt. Die Korrektur von Preisen nach unten heißt Deflation und die geht nunmal üblicherweise mit einer Rezession einher. Durch sinkende Löhne und Gehälter werden die Volkswirtschaften wieder wettbewerbsfähig und können wieder kräftig Fahrt aufnehmen. Die Chance ist durch Strukturreformen gleich alte Zöpfe mit abzuschneiden und die Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich zu steigern. Steuern rauf ist phantasielos aber das sind ja nicht die einzigen Reformschritte. Wie sonst hätte eine Absenkung des Renteneintrittsalters wie zuletzt ín GR jemals eine Chance auf Durchsetzung gehabt. Bei der großen Euro-Schuldenparty ist jede Menge Fett angesetzt worden - jetzt ist Diät+Fitnessprogramm angesagt, da müssen die eben jetzt durch. Spanien wird gestärkt aus der Krise hervorgehen. Es ist der einzig mögliche Weg.

    • 27.09.2012, 23:08 UhrStevie

      Wo soll denn bitte schön diese Stärkung in Spanien herkommen? Die Bauwirtschaft ist tot, es gibt keine Industrie die in der Lage sein könnte einen Wachstumsimpuls vorzulegen und man soll jetzt mit Schwellenländern konkurieren? Wir können ja noch ein paar Hotels bauen, die dann leer stehen. Aber Spanien steht nicht alleine da mit seinen 5 Millionen Arbeitslosen. Die EU Zone hat insgesamt über 17 Millionen. Tendez steigend. Und das wird auch das einzige sein was in Zukunft kontinuierlich und stabil weiter steigen wird.

    • 27.09.2012, 23:41 UhrRechner

      'Stevie' sagt
      -----------------
      Wo soll denn bitte schön diese Stärkung in Spanien herkommen? Die Bauwirtschaft ist tot, es gibt keine Industrie die in der Lage sein könnte einen Wachstumsimpuls vorzulegen und man soll jetzt mit Schwellenländern konkurieren?
      -----------------

      Die Hauptexporte Spaniens sind:


      1 Passenger Vehicles
      2 Motor Vehicle Parts
      3 Medicines in Doses
      4 Trucks
      5 TV Receivers
      6 Non Crude Oil
      7 Citrus Fruit
      8 Cel Phones, Video Recorders & Radio Transcievers
      9 Olive Oil
      10 New Pneumatic Tires

      http://countries.bridgat.com/Top_Products_Exported_by_Spain.html

      Da gibt es allerlei, wo man in die Hände spucken und das Bruttosozialprodukt steigern kann.

      Konkurrenzfähige Löhne vorausgesetzt.

      Die sind allerdings in den letzten 10 Jahren um 49,8% gestiegen - was offensichtlich zu viel war.

      +++

      'Stevie' sagt
      -----------------
      Die Bauwirtschaft ist tot, es gibt keine Industrie die in der Lage sein könnte einen Wachstumsimpuls vorzulegen und man soll jetzt mit Schwellenländern konkurieren? Wir können ja noch ein paar Hotels bauen, die dann leer stehen. Aber Spanien steht nicht alleine da mit seinen 5 Millionen Arbeitslosen. Die EU Zone hat insgesamt über 17 Millionen. Tendez steigend. Und das wird auch das einzige sein was in Zukunft kontinuierlich und stabil weiter steigen wird.
      -----------------

      Jaja - alles wird immer schlimmer - es gibt kein Entrinnen.

      Am besten gar nichts tun, die Hände in den Schoß legen und JAMMERN.

      Das hilft bestimmt.

      [SARKASMUS AUS]

      Bis jetzt hat noch jede Wirtschaftskrise irgendwann wieder aufgehört.

      Das Ablassen einer Schuldenblase die zwanzig Jahre lang aufgeblasen wurde dauert eben etwas länger als eine normale zyklische Rezession.

    • 27.09.2012, 23:03 UhrMarco99

      Was die Schulden betrifft ist der einzige Gradmesser die Schuldentoleranz, das ist kein absoluter Prozentbetrag sondern eine vertrauensabhängige, weiche abstrakte Variable, durch den Kapitalmarkt für jedes Land individuell "empfunden" . Und die kann hervorragend durch Reformen gestärkt werden.

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