Regierung wirft USA "Doppelmoral" vor
Nordkorea will Atomprogramm «niemals» aufgeben

Nordkorea will auf seine «Nukleardrohung» nicht verzichten. In einem Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur des kommunistischen Landes wurde zudem die Wiederaufnahme von Verhandlungen ausgeschlossen.

HB BERLIN. Die nordkoreanische Regierung hat nicht vor, das atomare Potenzial des Landes aufzugeben. Solange die USA nicht ihre feindselige Politik beenden, werde es außerdem keine Gespräche über das Atomprogramm des Landes geben, heißt es in einem am Samstag verbreiteten Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur des kommunistischen Landes KCNA. Deren Texte werden gemeinhin als offizielle Verlautbarungen gewertet.

Den USA wurde in dem Kommentar vorgeworfen, gegenüber Süd- und Nordkorea mit zweierlei Maß zu messen. Die Tatsache, dass Nuklearexperimente des verfeindeten Südkoreas ungestraft blieben, zeige, dass die USA eine Doppelmoral anwendeten, hieß es in dem Kommentar. Der Norden werde kritisiert, für den Süden aber Verständnis geäußert. Südkorea hatte vor kurzem der Internationalen Atomenergiebehörde die Anreicherung kleinerer Mengen von Uran bestätigt. Washington akzeptierte die Erklärung aus Seoul, die Experimente hätten zivilen Zwecken gedient.

In dem Kommentar wurde eine Wiederaufnahme von Gesprächen über Nordkoreas Atomprogramm nahezu ausgeschlossen. Dies stehe derzeit «nicht zur Diskussion», hieß es. Die USA müssten zunächst «ihre feindliche Politik», die auf «einer Doppelmoral» gegenüber Nordkorea beruhe, beenden. Nordkorea könne sein «Nuklearpotenzial niemals aufgeben».

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