
Handelsblatt Online: Die USA sehen den Jemen und inzwischen auch Somalia als neue Front im Kampf gegen den Terror. Wie gefährlich sind die Länder für den Westen?
Guido Steinberg: Der Jemen und Somalia sind in den letzten Jahren zwei der wichtigsten Kampfgebiete für die jihadistische Bewegung geworden. Im Jemen ist die örtliche El Kaida seit 2006 deutlich erstarkt und hat enge Beziehungen zur El-Kaida-Führung in Pakistan; in Somalia hingegen ist es eine lokale Organisation, die Shabab, die den Kampf anführt, die aber nur über schwache Bindungen an El Kaida verfügt. Beide Organisationen bedrohen zunächst die Staaten, in denen sie agieren und darüber hinaus die regionale Sicherheit. Zwar können sie auch vereinzelt Anschläge im Westen organisieren, wie vor allem der Fall des gescheiterten Attentats von Umar Farouk am ersten Weihnachtstag zeigte. Eine wichtige Bedrohung sind diese Gruppen jedoch nicht; die größere Gefahr geht von El Kaida in Pakistan aus.
Die USA und Großbritannien wollen eine Spezialeinheit zur Terrorabwehr im Jemen finanziell unterstützen. Kommt die Hilfe nicht etwas spät, hätte man dem Jemen nicht wesentlich früher intensiver im Kampf gegen El Kaida helfen müssen?
Es ist seit mehreren Jahren bekannt, dass der Jemen große Probleme mit der Bekämpfung von El Kaida hat. Insofern ist es auch unverständlich, dass die USA ihre Hilfe gerade jetzt intensivieren. Hier zeigt sich ein wichtiges Problem westlicher Politik. Sie reagiert nur dann, wenn Anschläge oder Planungen eine weitere Öffentlichkeit auf Probleme aufmerksam machen. Dann geraten Regierungen unter Handlungsdruck, während die Warnungen der Fachleute in und außerhalb der Regierung vorher jahrelang ignoriert werden.
Reicht die Fokussierung auf eine verbesserte und stärkere Terrorabwehr im Jemen oder sollte dem Land noch auf anderem Wege unter die Arme gegriffen werden?
Es ist nicht zu erwarten, dass die amerikanische Politik im Jemen jetzt plötzlich erfolgreicher sein wird als nach 2001. Die jemenitische Regierung sieht El Kaida nicht als wichtige Bedrohung und hat die Jihadisten folgerichtig auch nicht entschlossen bekämpft. Tatsächlich hat der jemenitische Staat große Schwierigkeiten mit einem Bürgerkrieg mit zaiditischen Rebellen im Norden und Separatisten im Süden. Der jemenitische Staat benötigt Reformen an Haupt und Gliedern. An erster Stelle steht die Zentralregierung selbst, die korrupt, unfähig und in sich zerstritten und somit Teil des Problems und nicht der Lösung ist.
@yahel
Sehen Sie das ist Politik: Wir haben ein Konsens gefunden. Es war ein Krieg gegen die Serben.
Das von Deutschen boden nie wieder Krieg ausgehen darf GG, ist das geschreibsel von alten Leuten die
Kriegsmüde waren. Das interessiert hier keinen Politiker mehr. Also belassen wir es dabei.
@ Widerstand10
Sie blenden gezielt alle Ursachen aus und machen statt dessen ein neues Faß auf.
@yahel
Das Massaker in Srebrenica unter UN Aufsicht ist ein beispiel dafür wie man geholfen hat. Jugoslavien
ist ein Gebilde das nach dem Krieg geschaffen wurde.
Ein Krieg der Deutschen gegen Serbien. Das nochmal Deutsche Soldaten Frauen und Kinder bei Luftangriffen töten ist krank. Reden sie diesen Völkerwidrigen Abgriff nicht schön. Schuld an allen Massaker die bei der Auflösung Jugoslavien passiert sind haben wir noch indirekt Mitschuld. Hier
zu heucheln nach Schrödermanier und die Kosovaren durch Angriffe auf Serbien zu schützen, ist zu kurz gesprungen. Die Serben sind nicht die Alleinschuldigen sondern alle Kriegsparteien.
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