Regierungsbildung in Griechenland
Neuer Kandidat für die Papandreou-Nachfolge

Bislang galt der frühere EZB-Vize Lucas Papademos als Favorit für die Nachfolge des griechischen Ministerpräsidenten Papandreou. Nun gibt es Spekulationen über einen weiteren renommierten Kandidaten.
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AthenEuropa und auch Griechenland selbst blicken mit Spannung nach Athen: Dort soll heute (Dienstag) die neue Übergangsregierung offiziell vorgestellt werden, auf die sich die Parteien nach quälenden Verhandlungen am Montag geeinigt hatten. Der Wechsel in Athen setzt voraus, dass Ministerpräsident Giorgos Papandreou zurücktritt. Als heißester Kandidat auf die Nachfolge gilt der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Lucas Papademos.

Allerdings wurde am Montagabend ein weiterer Mann ins Spiel gebracht. Die Übergangsregierung soll Griechenland vor dem Staatsbankrott retten und bis zu Neuwahlen im Februar führen. In Brüssel debattieren am Dienstag die EU- Finanzminister über die Folgen des geplanten Schuldenschnitts für Athen.

Regierungssprecher Ilias Mosialos sagte der Nachrichtenagentur dpa am späten Montagabend, dass die Gespräche der Parteien positiv verlaufen seien. Aus dem Büro Papandreous verlautete am Abend, dass am Dienstag um die Mittagszeit der griechische Ministerrat tagen werde. Griechische Medien vermuteten, Papandreou werde dabei auch offiziell zurücktreten.

Der Name des vermeintlich neuen Ministerpräsidenten schien zunächst klar zu sein: Papademos, der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Später hieß es allerdings, seine Kandidatur könnte gescheitert sein, weil er weitreichende Befugnisse gefordert und eine reine Expertenregierung abgelehnt habe. Die griechischen Medien spekulierten am Abend, neuer Ministerpräsident könnte Panagiotis Roumeliotis werden. Er ist bislang ständiger Vertreter Griechenlands beim Internationalen Währungsfonds (IWF).

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  • bist Du Dir da ganz sicher, dass er das war?? Lies doch mal seinen Lebenslauf, er war und ist ein Bankier, noch nie ein Politiker. Setze bitte keine unbegründeten Gerüchte in die Welt!

    Und wenn Griechenland erst in den Bankrott gehen sollte, haben wir hier ein echtes Problem: wir müssen dann wiedermal unsere Banken retten! Wie in der Lehmann-Zeiten, schon vergessen? Davon redet aber keiner mehr...

  • Papademos war doch mit verantwortlich für die falschen Beitrittsdaten Griechenlands, oder? Deshalb: Lasst Griechenland in den verdienten Bankrott gehen. Erst dann ist ein Neuanfang möglich.

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