Regierungschef : Fico Favorit bei Präsidentenwahl in der Slowakei

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Fico Favorit bei Präsidentenwahl in der Slowakei

In der Slowakei steht der sozialdemokratische Regierungschef Robert Fico als Favorit bei der Präsidentenwahl fest. Spannend ist aber die Frage, wer sein Gegner in der erwarteten Stichwahl sein wird.
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BratislavaRegierungschef Robert Fico führt in allen Umfragen vor der ersten Runde der slowakischen Präsidentenwahl am Samstag. Dass der 49 Jahre alte Sozialdemokrat auch tatsächlich das bisher jüngste Staatsoberhaupt des Euro-Landes wird, ist damit aber noch keineswegs ausgemacht. Seine Favoritenstellung beruht vor allem darauf, dass das Lager seiner bürgerlichen Gegner so zersplittert ist. Schon jetzt gilt als sicher, dass es am 29. März zu einer Stichwahl zwischen den beiden stärksten Kandidaten kommen wird. Dabei könnte Fico auch verlieren, wenn seine Gegner ihre Kräfte bündeln.

Zwölf Männer und eine Frau treten bei der Wahl am Samstag gegen den populären Fico an. Selbst für slowakische Verhältnisse bedeuten 14 Kandidaten eine neue Rekordzahl an Bewerbern um das höchste Amt im Staate. Der derzeitige Präsident Ivan Gasparovic darf laut Verfassung nach zwei jeweils fünfjährigen Amtsperioden nicht mehr antreten.

Fico kritisierte seine Konkurrenten in den letzten TV-Debatten vor der Wahl: „Sie alle kämpfen nur gegen mich, anstatt eigene Programme anzubieten.“ Tatsächlich warnten seine Gegenkandidaten einhellig vor einer „Machtkonzentration in den Händen einer einzigen Partei“.

Seit Fico mit seiner Partei Smer-Sozialdemokratie die absolute Mehrheit bei der Parlamentswahl 2012 errang, führt er die erste Ein-Parteien-Regierung seit der slowakischen Unabhängigkeit von Tschechien. Seine Partei würde auch bei einem Wechsel Ficos ins Präsidentenamt alleine weiterregieren können und stellt zudem den Parlamentspräsidenten.

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