Regierungschef Samaras
„Die Griechen können keine Lasten mehr tragen“

Kraftprobe für den griechischen Ministerpräsidenten Samaras: Die Staatsbediensteten wollen in den kommenden Tagen gegen seine Reformen streiken. Die Schmerzgrenze bei Lohnkürzungen und Steuererhöhungen scheint erreicht.
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AthenNach der Sommerpause muss der griechische Regierungschef Antonis Samaras an vielen Fronten kämpfen: Einen Tag vor Beginn neuer umfangreicher Streiks im staatlichen Bereich kündigte er an, es werde keine weiteren Kürzungen der Löhne oder höhere Steuern geben. Die Griechen könnten solche Einschnitte nicht mehr ertragen, sagte der Ministerpräsident der Athener Zeitung „Eleftheros Typos“. Außerdem will die Regierung mit harten Strafen die weit verbreitete Schwarzarbeit in dem Euro-Krisenland bekämpfen.

Die Konsolidierung und Stabilisierung der Finanzen und der Wirtschaft des Landes werde künftig nur mit weiteren Reformen in die Tat umgesetzt. Zudem seien Investitionen dringend notwendig. „Sparmaßnahmen allein reichen nicht“, so Samaras. Auch die Geldgeber hätten mittlerweile festgestellt, dass die Gesellschaft keine weiteren Sparmaßnahmen und Lohnkürungen ertragen könne.

Aus Protest gegen Lohnkürzungen, Entlassungen und Personalmangel wollen die Gymnasiallehrer an diesem Montag für mehrere Tage die Arbeit niederlegen. Auch die Bediensteten der Renten- und Krankenkassen kündigten einen fünftägigen Streik ab Montag an. Am Mittwoch und Donnerstag wollen dann alle Staatsbediensteten für 48 Stunden streiken. Ihre Gewerkschaft (ADEDY) hat dazu aufgerufen. Die Ärzte in staatlichen Krankenhäusern wollen von Dienstag an und für drei Tage nur Notfälle behandeln.

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Knapp 40 Prozent der Arbeitnehmer nicht versichert

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  • @Augias

    wobei ich hoffe, dass diese Alternative in der Sache durchaus bestimmt (die Fakten sprechen eh für sich) im Ton aber respektvoll und nicht chauvinistisch wie Sie vorgeht. Niemand in Europa kann sich seine Nachbarn aussuchen und irgendwie ist jeder dieser Nachbarn auf seine Art ein Freak. Das sollten Sie nicht vergessen, denn wir müssen im Haus Europa, ob wir wollen oder nicht zusammen leben.


  • Heut bleiben wir von den "Gesammelten Werken im Ledereinband" nicht verschont.
    Heiz deinen griechischen Kanonenofen damit ein.


  • Das übliche Oktobertheater griechischer Zeremonienmeister.
    Die Finanz-Ciganos spekulieren mit felsenfester Überzeugung Richtung "alimentierender Eurowährung" für iren so einzigartigen Beamtenstaat Hellas, Reformen/Sparmassnahmen kommen im "Konzept easy living" nicht vor.
    Bisher schlug diese Ausrichtung ja überzeugend bei den Geldgebern ein.
    In paar Jahren vernichtn wir halt die Schuldenstände und fangen mit dem Spiel neu an.

    Griechenland und seine Artgenossen gehen weiterhin kein jota vom "finanzierten hohen Lebensstandard" ab.
    Schon gar nicht angesichts einer sich verschlechternden Finanzgesamtlage. Popelt deshalb gelassen weiter..

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