Regierungschefs beschließen „strategische Partnerschaft“ – Wirtschaftsbeziehungen wichtige Säule
Griechenland und Türkei nähern sich an

Griechenland und die Türkei wollen die Konflikte der Vergangenheit hinter sich lassen und eine „strategische Partnerschaft“ eingehen. Eine der tragenden Säulen der Annäherung sollen die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sein, unterstrichen die Regierungschefs der beiden Nachbarländer in Athen.

ATHEN. Zum ersten offiziellen Besuch eines türkischen Regierungschefs seit 52 Jahren war Recep Tayyip Erdogan am Freitag in die griechische Hauptstadt gekommen. „Wir wollen uns der Zukunft zuwenden“, sagte er nach Gesprächen mit dem griechischen Premier Kostas Karamanlis. „Wir tragen Verantwortung für die kommenden Generationen, sie sollen nicht erleben müssen, was wir erlebten“, meinte Erdogan.

Hinter Griechen und Türken liegen Jahrhunderte der Feindschaft und des wechselseitigen Misstrauens. Seit etwa fünf Jahren haben sich die Beziehungen aber erheblich entspannt. Die Türkei sucht die Annäherung an Griechenland vor allem, um ihre EU-Beitrittsambitionen voranzubringen. Und die Griechen setzen darauf, dass eine in Europa verankerte Türkei ein besserer Nachbar sein wird. Die bilateralen Konflikte, wie der Streit um die Schürfrechte in der Ägäis und die Hoheitszonen im ägäischen Luftraum, sind allerdings weiter ungelöst.

Dennoch sieht Karamanlis die Beziehungen beider Länder bereits „in einem neuen Orbit“. Ausdrücklich versicherte er seinem Gast die „entschiedene Unterstützung“ auf dem Weg in die EU, denn „die europäische Perspektive der Türkei ist gut für das türkische Volk, für unsere bilateralen Beziehungen und die ganze Region“. Der französische Staatspräsident Jacques Chirac bezeichnete am Sonntag „die Integration der Türkei in die europäischen Normen“ als langwierig und schwierig, aber wünschenswert.

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