Regierungsfeindliche Demonstranten geben nicht auf
Massenprotest in Bangkok geht weiter

In Thailand spitzt sich die Konfrontation zwischen der Polizei und tausenden regierungsfeindlichen Demonstranten zu. Haftbefehle können nicht vollstreckt werden, weil die Demonstranten die Anführer des Protests schützen. Jetzt hat die Polizei ihr Aufgebot verstärkt.

HB BANGKOK. Die Polizei rückte am Donnerstag mit mehr als 100 Bussen an, um die protestierenden Menschen, die seit Dienstag in der Hauptstadt Bangkok den Gebäudekomplex mit dem Büro des Regierungschefs blockieren, fort zu bringen. Die Demonstranten hatten eine gerichtliche Aufforderung zum Abzug ignoriert. Die Polizei forderte die Teilnehmer zunächst auf, freiwillig abzuziehen.

Ein Gericht hatte am Mittwoch Haftbefehle gegen neun Anführer des Protests ausgestellt. Es handelt sich um führende Figuren der Oppositionspartei "Volksallianz vor Demokratie". Tausende Demonstranten versperrten allerdings alle Zugänge zu dem Gelände, auf dem sich die Politiker aufhalten. Einer von ihnen, General a.D. Chamlong Srimuang, sprach am Donnerstag von einem Sieg, weil die Polizei das Gelände über Nacht nicht gewaltsam geräumt hatte. Er kündigte eine Fortsetzung der Proteste an, bis die Regierung zurücktritt.

Die Opposition wirft der Regierung vor, Marionetten des früheren Regierungschefs Thaksin Shinawatra zu sein, der im September 2006 nach Korruptionsvorwürfen bei einem unblutigen Militärputsch gestürzt worden war.

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