Regierungskreise
Kuwaits Regierung tritt kollektiv zurück

Der Golfstaat blieb bislang vom Arabischen Frühling verschont. Doch es regt sich Unmut. Nachdem in der vergangenen Woche die Parlamentswahl annulliert wurde, trat nun offenbar das gesamte Kabinett zurück.
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KuwaitIn Kuwait ist am Montag Regierungskreisen zufolge das gesamte Kabinett zurückgetreten. Der Schritt verschärft die politische Krise in dem Opec-Land, das ein enger Verbündeter des Westens in der Golfregion ist. In der vergangenen Woche hatte bereits mehr als die Hälfte der Abgeordneten im Parlament ihr Mandat niedergelegt. Sie reagierten damit auf eine Entscheidung des Obersten Gerichts, das den Sieg der Islamisten bei der Wahl im Februar für ungültig erklärt und verfügt hatte, dass das Parlament in seiner alten Zusammensetzung tagen solle.

Kuwait ist bislang nicht von der Protestwelle des Arabischen Frühlings erfasst worden ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Golfstaaten hat das ölreiche Emirat ein vergleichsweise einflussreiches Parlament. Die Ernennung des Ministerpräsidenten liegt dennoch in der Hand des Emirs, der das Parlament auch jederzeit auflösen und Neuwahlen ansetzen kann.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Regierungskreise: Kuwaits Regierung tritt kollektiv zurück"

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  • "Kuwait ist bislang nicht von der Protestwelle des Arabischen Frühlings erfasst worden" und wird es auch nicht werden. Ist ja auch kein Wunder, da das "Opec-Land ein enger Verbündeter des Westens in der Golfregion ist". Wer nicht mitspielt wird destabilisiert. Schönes Beispiel für "Ordo ab chao", die alt bewährte Strategie der Rothschild-Zionisten-Mafia-Bande.

  • @Heiko2012, kennen Sie die Geschichte von Julian Assange? Wenn die Amis den in die Finger bekommen, dann machen die Christen das selbe mit ihm und er hat nicht mal Gotteslästerung begangen.

  • Vor einigen Wochen konnte man Lesen, das wegen Gotteslästerung in Kuweit die Todesstrafe verhängt werden kann. Was soll man von einem System halten, das solche mittelalterlichen Glaubssätze akzeptiert.
    Das bedeutet im Klartext, das ein Tourist in Kuweit hingerichtet werden kann, weil der diesen "Propheten Mohammet" kritisiert. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen !!!
    Und genau das finde ich am Islam so widerlich, diese blinde Fantismus, wie im Europa des Mittelalters. Der islamischen Welt täte eine Periode der Aufklärung sehr gut, aber diese muß von Innen kommen.

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