Regierungskrise in Italien
Berlusconi stellt sich Vertrauensvotum

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi stellt sich Senatoren zufolge am Donnerstag einem Vertrauensvotum. Sollte er scheitern, steht Italien vor Neuwahlen.

HB ROM. Anders als erwartet war Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Montagabend nicht zurückgetreten, nachdem seine Regierung durch den Rückzug der christdemokratischen UDC unter Druck geraten war. Sollte Berlusconi das Votum verlieren, steht Italien - die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone - vor Neuwahlen.

Am Montag hatten Koalitionspartner von einem Ende der seit Tagen andauernden Krise gesprochen und erklärt, Berlusconi habe sich mit den Christdemokraten der UDC geeinigt und werde seinen Rücktritt einreichen. Dies hätte ihm die Möglichkeit eröffnet, erneut mit der Regierungsbildung beauftragt zu werden und dabei das Kabinett umzubilden.

Nach einem Treffen mit Präsident Carlo Azeglio Ciampi am Montagabend hatte Berlusconi aber gesagt, es gebe keine Absprache über eine Umbildung der Regierung. "Ich trete nicht zurück ... Ich habe mir selbst eine Überraschung bereitet", sagte Berlusconi. Ciampi hatte Berlusconi schließlich aufgefordert, sich an das Parlament zu wenden.

Nach der schweren Niederlage der Koalitionsparteien bei den Regionalwahlen vor rund zwei Wochen hatte die UDC eine umfassende Erneuerung der Regierung gefordert war aus der Koalition ausgetreten. Den ganzen Montag war dann um eine Lösung der Krise gerungen worden.

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