Regierungskrise
Islamisten in Tunesien vor dem Rücktritt

Nach dem „Arabischen Frühling“ folgte in Tunesien eine islamistische Regierung. Die steht nun allerdings vor dem Aus. Die Tunesier fühlten sich von der islamitischen Partei Ennahda nicht hinreichend repräsentiert.
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TunisDie von Islamisten gebildete tunesische Regierung steht nach einer wochenlangen Krise vor dem Rücktritt. An ihre Stelle soll nach offiziellen Angaben vom Samstag eine Übergangsregierung treten, deren wichtigste Aufgabe die Vorbereitung von Neuwahlen ist. Über die Bildung der neuen Führung werde die islamistische Ennahda in der kommenden Woche mit weltlichen Parteien verhandeln. Die Krise hatte den weiteren Übergang des nordafrikanischen Landes zur Demokratie gefährdet. Hauptstreitpunkt war die Rolle des Islams im politischen und gesellschaftlichen Leben. Viele eher weltlich orientierte Tunesier wehren sich gegen die von der Ennahda betriebene Islamisierung.

In Tunesien hatte 2011 der „Arabische Frühling“ begonnen, in dessen Verlauf viele autoritär regierende Staatschefs entmachtet wurden. Die Verhandlungen über die Bildung der neuen Regierung würden bereits am Montag oder Dienstag beginnen, sagte ein Vertreter der Ennahda.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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