Regierungsumbildung: Papandreou belohnt seinen Krisenmanager

Regierungsumbildung
Papandreou belohnt seinen Krisenmanager

In Griechenland hat Ministerpräsident Papandreou sein Kabinett umgebildet. Großer Gewinner ist Finanzminister Papakonstantinou, der das Vertrauen der meisten EU-Regierungen und des Internationalen Währungsfonds genießt. Er wird sein Amt behalten.
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HB ATHEN. Nach nur elf Monaten im Amt bildet der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou sein Kabinett um. Mit dem Schritt wolle der Ministerpräsident die wirtschaftliche Erholung des hochverschuldeten EU-Mitgliedslands vorantreiben, teilte ein Regierungssprecher am Dienstag mit. Das neue Kabinett solle am Mittag vereidigt werden.

Schlüsselposten wie das Finanzressort seien aber nicht betroffen. Finanzminister Giorgos Papakonstantinou werde im Amt bleiben. Verursacht wurde die Regierungsumbildung durch das Ausscheiden von drei Staatssekretären, die für die Regionalwahlen am 7. November kandidieren.

Die personellen Veränderungen im Kabinett sollen keinen Einfluss auf die Sparmaßnahmen und die Steuererhöhungen Griechenlands haben. Belastet wird die griechische Wirtschaft durch ein drakonisches Sparprogramm der Regierung.

Sie hat wegen der enormen Schuldenlast die Gehälter im öffentlichen Dienst gekürzt und die Mehrwertsteuer mehrfach angehoben. Im Gegenzug spannten EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) einen 110 Mrd. Euro schweren Rettungsschirm, um Griechenland vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren.

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