Regierungswechsel
Südafrika: Parlament ernennt Zuma zum Präsidenten

Jacob Zuma hat es geschafft: Zwei Wochen nach seinem Sieg bei den Wahlen in Südafrika hat ihn das Parlament zum neuen Staatspräsidenten ernannt. Für Zuma stimmten 277 der 400 Abgeordneten.

HB KAPSTADT. Er soll am Samstag im Amt vereidigt werden. Zumas Mitbewerber Mvuma Dandala von der ANC-Abspaltung COPE kam nur auf 47 Stimmen. Zuma ist Nachfolger von Kgalema Motlanthe, der das Amt nach dem Rücktritt von Thabo Mbeki im September übergangsweise übernahm.

Der Wahlkampf Anfang des Jahres war weitgehend von der Kontroverse um den ANC-Chef Zuma bestimmt: Anhänger feiern den 67-Jährigen als erste charismatische Führungspersönlichkeit seit der Zeit des früheren Präsidenten Nelson Mandela. Kritiker hingegen sehen in ihm einen Populisten, der über die Jahre auch in mehrere Sex- und Korruptionsskandale verwickelt war.

Erst zwei Wochen vor der Wahl stellte die Generalstaatsanwaltschaft ein Korruptionsverfahren gegen ihn ein. Bereits vor einigen Jahren musste er sich wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht verantworten. Der Prozess endete 2006 mit einem Freispruch.

Nach der Parlamentswahl warb Zuma für eine Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg. Seine Regierung werde sich um die Schaffung von Arbeitsplätzen, den Bau von Wohnungen, Schulen und Krankenhäusern für die schwarze Bevölkerungsmehrheit kümmern, sicherte er zu.

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