Regimegegner entsetzt
Syrien-Deal soll Nordkorea und Iran stärken

Die syrischen Regimegegner wehren sich gegen den von Russland vorgeschlagenen Kompromiss in Sachen Chemiewaffen. Sollte Assad für den Einsatz von Giftgas nicht bestraft werden, bestärkte das den Iran und Nordkorea.
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IstanbulDie syrischen Regimegegner wehren sich vehement gegen den von Russland vorgeschlagenen Kompromiss in der Chemiewaffen-Frage. Sollte die internationale Gemeinschaft Präsident Baschar al-Assad für den Einsatz von Giftgas gegen sein eigenes Volk nicht bestrafen, würde dies von Staaten wie dem Iran und Nordkorea als „grünes Licht“ für die Herstellung und Verbreitung von Massenvernichtungswaffen interpretiert, warnte die Nationale Syrische Allianz in der Nacht zum Donnerstag in Istanbul.

Der Vorsitzende des Militärrates der Freien Syrischen Armee (FSA), Salim Idriss, forderte, der Internationale Strafgerichtshof müsse die Schuldigen für den Giftgas-Einsatz in Syrien ermitteln und zur Verantwortung ziehen.

Falls die einzige Konsequenz aus diesem Verbrechen sein sollte, dass Assad seine Chemiewaffen unter internationale Kontrolle stellen muss, wäre dies aus Sicht der Exil-Opposition ein großer Verlust an Glaubwürdigkeit. Die Nationale Allianz erklärte: „Der Wille des syrischen Volkes wird obsiegen, so Gott will, selbst wenn die Welt unser großartiges Volk weiter leiden lassen sollte unter der Tötungsmaschinerie, den Blockaden und der Zerstörung.“

Regimegegner meldeten am Donnerstag Luftangriffe und Gefechte in zehn Provinzen. Trotz der andauernden Kämpfe wächst - wahrscheinlich beflügelt durch den sich abzeichnenden Chemiewaffen-Kompromiss - das Vertrauen der Investoren. Die Kurse von fast allen der insgesamt nur elf in Damaskus börsennotierten Firmen zogen am Mittwoch kräftig an.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Regimegegner entsetzt: Syrien-Deal soll Nordkorea und Iran stärken"

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  • Aber das geht doch schon die ganze Zeit so. Pausenloses Geschwafel von Rebellen, syrischer Opposition, Regimgegnern usw.
    Wahrscheinlich will es die freie westliche Presse einfach nicht wahrhaben, daß immer mehr Menschen dieses Verbrechergesindel erkannt haben und ihr Tun richtig beurteilt. Tapfer versuchen sie dagegen anzuschreiben.
    Nur schade, daß die Deutschen nicht in der Lage sind, auch mal die Kriege kritisch zubetrachten, an denen sie beteiligt waren. Dann wüßten sie, daß der Giftgaseisatz und Granaten auf türki. Gebiet und Gleiwitz und der börartige Überfall blutrünnstiger deutscher Truppen auf die armen unschuldigen Polen, die selbe Seite der selben Medaile sind. Die Methoden sind immer noch die Gleichen.

    Im Krieg stirbt die Wahrheit bekanntlich zuerst. Und irgenwer muß die "neue" Wahrheit, die die man gemeinhin auch nur simpel als Kriegshetze bezeichnet doch unters Volk bringen.
    Es gibt ja genug Leute, die für Geld wirklich alles machen!

  • O-Ton Handelsblatt
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    Die syrischen Regimegegner wehren sich gegen den von Russland vorgeschlagenen Kompromiss in Sachen Chemiewaffen. Sollte Assad für den Einsatz von Giftgas nicht bestraft werden, bestärkte das den Iran und Nordkorea.
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    Der Mißbrauch des Verbs "sich wehren" ist eine der vielen modernen Sprachunsitten, die von der Handelsblattredaktion übernommen wurde.

    Antifa-Chaoten "wehren sich" mit rechtswidrigen Blockaden und Steinwürfen gegen einen "Nazi-Aufmarsch", der tatsächlich eine ordnungsgemäß angemeldete und genehmigte Demonstration ist, von der nicht die geringste Gefährdung für irgendjemanden inklusive Antifa-Chaoten ausgeht.

    ...

    Wehren kann man sich nur gegen einen Angriff.

    Sich wehren ist prima facie legitim.

    ...

    Das Gejammerere der syrischen Terroristen bezieht sich hingegen auf die Abwesenheit eines Angriffs.

    Sie wollen einen Angriff der USA und anderer Schurkenstaaten auf Syrien, und die Handelsblattredaktion verleiht dieser Kriegshetzerei mit der euphemistischen Umschreibung "sich wehren" einen falschen Anschein von Legitimität.

    Das ist kein Journalismus, sondern reine Demagogie.


  • Seit wann bestimmen paar durch Erdogan-Türkei gedopte Rauschebärte die Weltpolitik ?. Ihr stöbert zu sehr im BeKlopptenVerlag rum.

    "Eddies und Freunde aller durchsichtigen Flanel-Rechner-Statistiken" reissen hier schon sämtliche Leinen.

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