Regulierung
Merkel will Schattenbanken ins Licht rücken

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gehen die bisherigen Finanzmarktreformen nicht weit genug. Bei Schattenbanken und Hedgefonds sieht Merkel noch Handlungsbedarf. Das will sie beim G20-Treffen auf die Tagesordnung bringen.
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BerlinVor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weitere Fortschritte bei der Regulierung der Finanzmärkte angemahnt. Es stocke noch bei der Regulierung der Schattenbanken und Hedgefonds, sagte Merkel am Samstag in Berlin in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. „Ich möchte, dass wir einen verbindlichen Zeitplan verabschieden, damit klar wird, wann wir hier welche Schritte erreichen.“ Die G20 hätten vereinbart, dass jeder Finanzmarktakteur, jedes Finanzprodukt und jeder Finanzplatz reguliert werden müssten. Es gebe bisher Licht und Schatten.

Die G20-Chefs kommen an diesem Donnerstag und Freitag in St. Petersburg zum achten Gipfeltreffen zusammen. Ein wichtiges Thema wird der Syrien-Konflikt sein. Nach Angaben der Kanzlerin werden am Rande des Treffens auch außenpolitische Themen diskutiert: „In diesem Jahr mit Sicherheit auch gerade das Thema Syrien.“

Mit Fortschritten rechnet Merkel im Kampf gegen Steuerflucht: „Hier werden wir unter den stärksten Wirtschaftsnationen vereinbaren, dass es einen automatischen Informationsaustausch geben wird.“ Die G20 würden voraussichtlich zudem die Vorschläge der Industrieländer-Organisation OECD zur Bekämpfung der Steuervermeidung annehmen und umsetzen. Ziel sei es, dass multinationale Konzerne keine Regelungen mehr finden, die dazu führten, „dass sie zum Schluss nirgendwo mehr Steuern zahlen“.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Regulierung: Merkel will Schattenbanken ins Licht rücken"

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  • Totalausfall Merkel!
    ----------------------
    Nach ihrem Vorgehen in der Eurokrise ist zu bezweifeln,
    ob sie überhaupt den Unterschied zwischen einer Schat-
    tenbank und einer Sparkasse kennt.
    AfD - Alternative für Deutschland - kann da vielleicht
    bei der Weiterbildung helfen, wenn die CDU/CSU auf
    der Ersatzbank sitzt.

  • Deutsche Bank: 72 Billionen Dollar an Derivatspekulationen

    http://www.politaia.org/wirtschaft/banken/deutsche-bank-72-billionen-dollar-an-derivatspekulationen/

  • Legalisierter Raub?
    Wer legalisiert wo was?
    Schattenbanken in Südeuropa?
    LOL!
    Die größte ist die deutsche Bank!

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