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Reichensteuer: Spanien bittet Millionäre zur Kasse

Spanien setzt seinen strikten Sanierungskurs zur Eindämmung der Schuldenkrise mit einer Reichensteuer fort. Ministerpräsident Luis Rodríguez Zapatero kündigte die Einführung einer Steuer für Wohlhabende an. Kürzlich hatte er noch erklärt, Pläne für eine Steuer für Millionäre seien „nicht an der Zeit“.

Energische Worte, energisches Durchgreifen: Ministerpräsident Zapatero setzt den strikten Sanierungskurs in Spanien fort. Quelle: dpa Quelle: dpa
Energische Worte, energisches Durchgreifen: Ministerpräsident Zapatero setzt den strikten Sanierungskurs in Spanien fort. Quelle: dpa Quelle: dpa

HB MADRID. Spanien will zur Sanierung seiner Staatsfinanzen auch die Millionäre zur Kasse bitten. Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero kündigte am Mittwoch im Madrider Parlament die Einführung einer neuen Steuer für Wohlhabende an. 99,99 Prozent der Spanier würden von dem Vorhaben nicht betroffen, sagte der sozialistische Regierungschef.

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Die geplante Abgabe solle für „Bürger mit großen finanziellen Kapazitäten“ gelten. Nähere Einzelheiten nannte Zapatero allerdings nicht. Er kündigte an, dass seine Regierung binnen weniger Wochen einen Gesetzentwurf vorlegen werde. Medienberichten zufolge soll die Steuer ab einem Eigenkapital von einer Million Euro greifen.

Zapatero kommt damit der Forderung von Linksparteien und Gewerkschaften entgegen, die eine solche Steuer verlangt hatten. Die beiden größten Gewerkschaften, Comisiones Obreras (CCOO) und Unión General de Trabajadores (UGT), hatten als Reaktion auf die umfangreichen Sparmaßnahmen einen Generalstreik erwogen.

Die Regierung hatte kürzlich schon einmal die Einführung einer „Steuer für Millionäre“ erwogen. Zapatero erklärte dann aber, dass solche Pläne „nicht an der Zeit“ seien. Mit der Ankündigung im Parlament vollzog die Regierung nun eine Kehrtwende. Finanzministerin Elena Salgado räumte ein, es sei ein Fehler gewesen, 2008 die Vermögenssteuer abzuschaffen

  • 27.05.2010, 22:01 UhrAnonymer Benutzer: Denkerist

    @ kroker

    "-> ist reiner Populismus sowas zu fordern und sorgt dafür das die Leistungsträger auswandern". Vergleichen wirs doch mal mit Deutschland.
    in Deutschland wurden im letzten Jahr der Vermögenssteuer 4,6 Mrd. Euro eingenommen, nicht gerade peanuts. Falls es zu wenig ist, kann man diese Steuern ja erhöhen.

    im Übrigen, sind die Reichen wirklich die Leistungsträger ? Wohl kaum. Nicht erst seit "Versager in Nadelstreifen" wissen wir doch, daß nicht Leistung sondern connections und Macht gut bezahlt werden. Die Leistungsträger sind die, die arbeiten. Und die haben Deutschland stark gemacht. Die Unternehmensberater, Manager neuster Prägung (keine Ahnung von der Materie, reine Zahlenmenschen) u.dgl. zehren nur von dem, was Generationen vor ihnen geschaffen haben. Sie fahren die Wirtschaft an die Wand, Gier um jeden Preis. Sie glauben doch nicht das das immer so weitergeht?

    Also lassen wir mal diese Klientel verschwinden dann gehts auch wieder aufwärts.

  • 27.05.2010, 18:29 UhrAnonymer Benutzer: Kroker

    @Denkerist:
    Okay, dann Rechnen wir mal. Lass diese 0,01 % mal zusammen 100 Milliarden besitzen (was defintiv zu hoch ist, wer soviel Geld hat wohnt in einem Steuerparadies).
    Die Vermögenssteuer war bei uns vor der Abschaffung 2 Promille. Das sind nur 200 mio.
    ist zwar Geld, löst aber nicht den Schuldenberg.
    -> ist reiner Populismus sowas zu fordern und sorgt dafür das die Leistungsträger auswandern.

  • 26.05.2010, 20:22 UhrAnonymer Benutzer: Denkerist

    @ Kroker
    "Was taugt eine Steuer die gerade mal 0,01 % der bevölkerung trifft?"
    Diese 0,01% besitzen auch in Spanien den Großteil des Vermögens. Die restlichen 99.99% haben weniger als diese 0,01%. bei uns ist das kaum anders.
    Und Leistung lohnt sich hier wie da nicht. Mit ehrlicher leistung wird man in diesem System nicht(mehr) reich.
    Die Reichen sind auf Kosten der arbeitenden Menschen unglaublich reich geworden.

    Natürlich werden jetzt alle Reichen Spanien verlassen ;-)))

    Noch besser wäre es, ein Notopfer in Höhe von sagen wir 0,1% des besitzes einzutreiben (Anlagevermögen, besitzwerte u.ä.) mitgerechnet. So könnte sie Staatskasse aufeinen Schlag gerecht ausgeglichen werden.
    Den genauen Prozentsatz könnte man sich berechnen zu:
    satz = (Staatschulden *100/ private Vermögenswerte)

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