Reise-Rekord Der Sommer der Griechen

Seite 2 von 2:
Was die Türkei-Krise für Griechenland bedeutet
Das sind Deutschlands größte Hotel-Konzerne
Der Hotelmarkt boomt
1 von 13

Die 50 umsatzstärksten Hotelgesellschaften in Deutschland hat die „Allgemeine Hotel- und Gastronomiezeitung“ ausgewertet. Die Studie zeigt: Der Boom auf dem deutschen Hotelmarkt hält an: Zum siebten Mal in Folge konnten die Unternehmen 2016 ihren Gesamtumsatz steigern. Der Nettogesamtumsatz aller betrachteten Ketten erreichte zusammen 8,64 Milliarden Euro, im Vergleich zu 8,14 Milliarden in Vorjahr. Das bedeutet ein Umsatzplus von 6,1 Prozent. Gleichzeitig sank die Auslastung um 0,6 Prozent.

Quelle: AGHZ, Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung

Methode
2 von 13

Die erhobenen Daten beruhen zum größten Teil auf Eigenangaben der Hoteliers. Haben diese in Einzelfällen keine Angaben gemacht, verwertete die „AGHZ“ die Werte aus dem Vorjahr. Auf Grundlage der errechneten Durchschnittswerte und aktueller Marktdaten wurde der Umsatz dann geschätzt. Diese Methode führte zu den Ergebnissen der Plätze zwei, drei und neun.

Platz 10: NH Hoteles Deutschland
3 von 13

Mit 295 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2016 belegt das Unternehmen, das ursprünglich aus der spanischen Dachmarke Navarra Hoteles hervorgegangen ist, Platz 10. In Deutschland ist der Konzern mit Marken wie „NH Hotels“. „NH Collection“ oder „nhow“ vertreten und konnte den im vergangenen Jahr um 6,2 Prozent steigern.

Platz 9: Hilton Worldwide
4 von 13

Um 6,2 Prozent steigert der US-Konzern seinen Umsatz auf etwa 311 Millionen Euro und rutscht damit erstmals unter die größten zehn Hotelgesellschaften in Deutschland.

Platz 8: Event Hotels
5 von 13

Die Event Hotels Gruppe vereint namenhafte Marken wie „Sheraton“, „Novotel“, „Westin“ oder „Mercure“ unter ihrem Dach. Der Jahresumsatz von 312 Millionen Euro reicht in Deutschland für Platz acht – ein Wachstum von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Betriebe sank allerdings um ein Hotel auf 46.

Platz 7: Grand City Hotels
6 von 13

Mehr als 120 Hotels führt die GCH Hotels Group in Deutschland – viele von ihnen unter bekannten Namen wie etwa die Marke „Wyndham Hotels“. Rund 385 Millionen Euro setzte sie im vergangenen Jahr um – und landet mit knapp 30 Millionen Euro Zuwachs auf dem siebten Platz der umsatzstärksten Hotelgesellschaften. Von Budget- über Tagungs- zu Wellnesshotel hat die Gruppe alles im Portfolio – und bietet über 16.000 Zimmer in Deutschland.

Platz 6: Maritim Hotelgesellschaft
7 von 13

380 Millionen Euro Jahresumsatz erreicht die Maritim Hotelgesellschaft mit nur 36 Betrieben, aber über 10.000 Zimmern. 63 Euro kostet ein Zimmer im Durchschnitt: Damit sind die Maritim Hotels die günstigsten in diesem Ranking.

Vielerorts wird das Gedränge der Touristen den Griechen bereits zu groß. Auf der Kykladeninsel Santorin etwa sehen sich die rund 25.000 Einwohner in diesem Jahr einem Ansturm von rund zwei Millionen Besuchern ausgesetzt. Auf der Insel wird bereits diskutiert, die Gästezahlen zu begrenzen. Bürgermeister Nikos Zorzos sagt, die Insel habe ihren „Sättigungspunkt“ erreicht. Er fordert einen Baustopp.

Die steigenden Gästezahlen verdanken die griechischen Hoteliers nicht zuletzt der Tourismus-Flaute in der benachbarten Türkei. Vor allem deutsche Urlauber meiden Anatolien. Waren es 2016 die Welle von Terroranschlägen, der Putschversuch und die darauf folgenden politischen Turbulenzen, die viele Reisende verunsicherten, kommt nun die Welle von Festnahmen deutscher Staatsbürger als abschreckender Risikofaktor hinzu. Die Griechen profitieren davon. Vor allem deutsche Urlauber weichen nach Hellas aus.

Freude über die Schwierigkeiten der türkischen Kollegen herrscht in der griechischen Tourismusbranche aber nicht. Denn die Krise im Nachbarland beschert auch den Griechen Einbußen – nämlich im Geschäft mit Kreuzfahrttouristen. Wegen der Terrorwelle in der Türkei begannen 2016 die großen Kreuzfahrtreedereien, um türkische Häfen wie Istanbul, Kusadasi, Marmaris und Bodrum einen Bogen zu machen. Inzwischen haben die Reedereien mehrere Schiffe ganz aus dem östlichen Mittelmeer abgezogen. Darunter leiden auch die griechischen Inseln, die meist zusammen mit den türkischen Destinationen angelaufen wurden.

Nach einer Prognose des griechischen Kreuzfahrt-Branchenverbandes EEKFN werden in diesem Jahr in den griechischen Häfen Kreuzfahrtschiffe nur 3260 Mal festmachen, gegenüber 4290 Ankünften im vergangenen Jahr – ein Rückgang von 24 Prozent. So werden auf Santorin statt 572 Kreuzfahrtschiffen im Vorjahr jetzt nur 412 erwartet. In Mykonos werden voraussichtlich 488 Schiffe anlegen, nach 596 im Vorjahr. Auf der Insel Patmos erwartet man 115 Kreuzfahrtschiffe – 2016 kamen noch 147. Unter dem Strich wird die Zahl der Kreuzfahrttouristen in Griechenland in diesem Jahr auf 4,4 Millionen zurückgehen, von 5,2 Millionen im Vorjahr. Das bedeutet eine spürbare Einbuße für die Tavernenwirte, Andenkenhändler und Juweliere auf den griechischen Inseln.

Für 2018 rechnen Experten aber mit einer Erholung. Die Nachfrage nach Kreuzfahrten steigt kontinuierlich, und nachdem die Terrorwelle in der Türkei abgeebbt ist, dürften die Reeder wieder häufiger das östliche Mittelmeer ansteuern. Mit etwas Glück verzeichnen die Griechen dann den nächsten Reise-Rekord.

Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Reise-Rekord - Der Sommer der Griechen

0 Kommentare zu "Reise-Rekord: Der Sommer der Griechen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%