Reisen in die Region können kostenlose storniert werden
Thomas Cook fliegt leere Maschinen in die Erdbeben-Region

Sie nehmen Touristen auf, die „ihren Urlaub regulär beenden“, wie der Sprecher von Europas zweitgrößtem Unternehmen der Branche (u.a. Neckermann, Condor, Thomas Cook), Steffen Milchsack, am Sonntag in Oberursel bei Frankfurt sagte.

HB OBERURSEL/HANNOVER/BERN. Es könnten aber auch Reisende mitfliegen, die ihren Aufenthalt abbrechen wollen. Das Beben und die dadurch ausgelösten Flutwellen haben teils erhebliche Schäden an touristischen Einrichtungen und Hotels angerichtet.

Ohne Passagiere flogen am zweiten Weihnachtsfeiertag von Deutschland aus Condor-Maschinen nach Male (Malediven), Phuket (Thailand) und Colombo (Sri Lanka). Auch der für Montag geplante Flug nach Colombo solle ohne Fluggäste starten. Die insgesamt rund 1000 betroffenen Touristen könnten kostenlos umbuchen. Wie das Flugprogramm für die nächsten Tage aussieht, war zunächst noch unklar.

Es lägen keine Informationen vor, dass einer der rund 4 000 deutschen Gäste der Thomas Cook AG in Thailand, Sri Lanka und auf den Malediven zu Schaden gekommen sei, sagte Milchsack. „Wir stehen in Kontakt mit unseren Reiseleitern vor Ort.“ Wer eine Reise in die Region mit Abflug bis 31. Dezember gebucht haben, könne kostenlos umbuchen oder stornieren. Für aktuelle Informationen hat der Veranstalter eine Hotline-Telefonnummer eingerichtet: 01803/100 380.

Nach Angaben von Europas größtem Reisekonzern Tui ist zumindest für die Malediven nicht zu befürchten, dass Deutsche von einer Flutwelle getötet oder verletzt wurden. TUI-Sprecher Mario Köpers sagte in Hannover: „Wir sind gerade dabei, weltweit Informationen zusammenzutragen.“ Die Kommunikation in die betroffenen Gebiete sei allerdings „extrem schwierig“. Ein anderer TUI-Sprecher berichtete, dass die von dem Konzern betreuten Urlauber auf Sri Lanka unversehrt seien.

Reiseveranstalter und das Schweizer Außenministerium suchen Kontakt zu mehreren hundert Landsleuten, die möglicherweise betroffen sein könnten. Es wurden Krisenstäbe eingerichtet, wie eine dpa- Umfrage ergab. Angaben über Opfer lagen bis zum Mittag nicht vor. Ein Charterflugzeug aus der Schweiz, das am Sonntagmorgen mit 250 Feriengästen in Male auf den Malediven landen sollte, musste in Colombo zwischenlanden. Das Beben auf der indonesischen Insel Sumatra und gewaltige Flutwellen haben in mehreren Ländern Südasiens tausende Menschen in den Tod gerissen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%