Rekordhoch
18,7 Millionen Arbeitslose in der Euro-Zone

In den Euro-Ländern sind so viele Menschen auf Jobsuche wie nie zuvor. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, hat die Arbeitslosigkeit einen Höchststand erreicht. Am besten steht noch Österreich da.
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BrüsselKonjunkturflaute und Schuldenkrise treiben die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf einen Höchststand. Im Oktober waren 18,7 Millionen Menschen in den 17 Ländern ohne Arbeit – so viele wie noch nie seit Einführung des Euro, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag mitteilte. Dies waren 173.000 mehr als im Monat davor und fast 2,2 Millionen mehr als vor einem Jahr. Von Arbeitslosigkeit betroffen sind vor allem junge Menschen.

Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote kletterte binnen Monatsfrist von 11,6 auf 11,7 Prozent und erreichte einen Rekordwert. "Dies zeigt die allgemeine Wirtschaftsschwäche", sagte Euro-Zonen-Chefökonom Jonathan Loynes von Capital Economics. Die Wirtschaft im Währungsraum war zuletzt zwei Quartale in Folge leicht geschrumpft und steckt damit nach gängiger Definition in der Rezession.

Die niedrigsten Arbeitslosenquoten – nach dem ILO-Standard – gab es in Österreich (4,3 Prozent), Luxemburg (5,1 Prozent), Deutschland (5,4 Prozent) und den Niederlanden (5,5 Prozent). Die höchsten Quoten meldeten Spanien (26,2 Prozent) und Griechenland (25,4 Prozent im August 2012).

Besonders schwer fällt es in den Krisenländern jüngeren Menschen einen Job zu finden. Im Oktober waren in den Euro-Ländern 3,6 Millionen Menschen unter 25 Jahren arbeitslos. Der Zuwachs fiel mit 350 000 doppelt so stark aus wie bei allen Arbeitnehmern insgesamt. Auch die Quote war bei jungen Leuten mit 23,9 Prozent mehr als doppelt so hoch.

In Italien beispielsweise hat die Jugendarbeitslosigkeit im Oktober die Rekordhöhe von 36,5 Prozent erreicht, 0,6 Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Wie das nationale Statistikamt Istat am Freitag in Rom mitteilte, suchten nach vorläufigen Berechnungen im Oktober 639 000 der 15- bis 24-Jährigen eine Arbeit.

Der Trend zeigt weiter nach oben, da sich der Zuwachs beschleunigt. Seit Anfang vergangenen Jahres klettert die Zahl der Menschen ohne Arbeit im Euro-Währungsraum stetig und eilt von Rekord zu Rekord. Experten zufolge dürfte sich die Lage wegen der Krise weiter verschlechtern.


 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rekordhoch: 18,7 Millionen Arbeitslose in der Euro-Zone"

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  • Seriöse Untersuchungen haben gezeigt, daß ultra-gepiercte, tätowierte, mit grell-leuchtenden Irokesen-Schopf ausgestattete Leute sich fast kaum für ernsthafte Berufe interessieren und dafür auch nicht tauglich sind.
    Bei dieser Zielgruppe findet man auch die meisten Lese- und Schreibdefizite.
    Ausnahmen sind möglich.

  • Deutschland 5,4% Arbeitslose?

    Wir haben mehr als 5 Millionen ALG I/II-Bezieher, also Arbeitslose.

    Das entspricht 11% Arbeitslosigkeit!

    Die EU-Zahlen stimmen auch nicht.
    Man kann ruhig von dem Doppelten ausgehen.

    Für wie wie dumm hält uns eigentlich "die beste Regierung"?

  • 18,7 Millionen in Europa? ... sicher ...

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