Rekordmonat
1 082 irakische Zivilisten im April getötet

Trauriger Rekord: Im April wurden mehr Zivilisten als in jedem anderen Monat seit Beginn des Irak-Krieges getötet. Der April war auch der bisher opferreichste Monat für das Besatzungsmilitär.

HB BAGDAD. Bei Zusammenstößen zwischen Aufständischen und Besatzungstruppen sowie anderen Zwischenfällen sind im April 1 082 irakische Zivilisten ums Leben gekommen. Dies gab das irakische Gesundheitsministerium in einem am Montag veröffentlichten Bericht bekannt. Danach wurden 4 432 Iraker im selben Zeitraum verwundet.

Die höchste Opferzahl hatte die Anfang April umkämpfte Aufständischen-Hochburg Falludscha zu verzeichnen. Bei der mehr als dreiwöchigen Belagerung, die am vergangenen Wochenende von den US-Truppen beendet wurde, starben nach Ministeriumsangaben 280 Menschen. Krankenhausärzte hatten die Zahl der Todesopfer zunächst mit über 600 angegeben. 246 Iraker wurden im April in der Hauptstadt Bagdad getötet.

Der April war auch der bisher opferreichste Monat für das Besatzungsmilitär. 128 US-Soldaten kamen nach inoffiziellen Zählungen bei Kämpfen mit Aufständischen oder bei Anschlägen ums Leben. Bei den Kampfhandlungen im vergangenen Jahr, während denen der Irak militärisch niedergerungen und besetzt worden war, wurden 109 US- Militärs getötet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%