Rekrutierungsbüro war Ziel
25 Tote bei Anschlag im Irak

Bei einem Anschlag in der Nähe der nordirakischen Stadt Mossul sind am Freitag nach Polizeiangaben mindestens 25 Menschen getötet worden.

HB MOSSUL. Ein Selbstmordattentäter hat sich in einer Gruppe von Armee-Rekruten in die Luft gesprengt. Bei dem Anschlag vor einem Verwaltungsgebäude in Rabia im Umland von Mossul nahe der syrischen Grenze wurden nach Polizeiangaben 35 Menschen verletzt. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Irakische Anwärter für den Polizei- und Militärdienst geraten seit Monaten vermehrt ins Visier der Aufständischen in dem Golfstaat. Die Rebellen werfen den jungen Männern und Frauen Kollaboration mit der Regierung und den USA vor. In Mossul und der Region westlich der Stadt sind in den vergangenen Monaten zahlreiche Anschläge verübt worden. Die meisten von ihnen gehen auf das Konto des irakischen Arms der Extremistengruppe Al-Kaida. Die USA vermuten, dass viele Kämpfer von Syrien in den Irak einsickern, um die Aufständischen zu unterstützen.

Im Norden des Iraks ist zuvor nach Angaben der US-Armee der für den Raum Mossul zuständige El-Kaida-Führer Ammar Abu Bara alias Amar Hussein Hasan festgenommen worden. Der Zugriff sei bereits am Mittwoch nördlich von Mossul erfolgt, teilte ein Militärsprecher am Freitag mit. Bara habe die Leitung der Terrorzelle übernommen, nachdem sein Vorgänger Abu Talha in Juni inhaftiert worden sei.

US-Truppen haben unterdessen nach eigenen Angaben neun Rebellen in einem Dorf nordwestlich von Bagdad getötet, darunter fünf Syrer. Die Aufständischen hätten mit Panzerabwehrraketen und kleineren Geschützen eine aus US- und irakischen Soldaten zusammengesetzte Patrouille beschossen, teilte das US-Militär am Freitag mit. Die Truppen hätten daraufhin aus der Luft mehrere Gebäude, in denen sich die Rebellen verschanzt hätten, beschossen und zerstört. Das Militär machte keine Angaben zum Zeitpunkt des Vorfalls. Den USA und der irakischen Regierung zufolge unterstützen Rebellen aus zahlreichen arabischen Ländern die Aufständischen im Irak. Viele Extremisten sollen aus oder über Syrien in den Irak gelangen.

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