„Relativ gefährliche Situation“: Roland Berger hält Euro-Crash für möglich

„Relativ gefährliche Situation“
Roland Berger hält Euro-Crash für möglich

Unternehmerlegende Roland Berger warnt vor einem Euro-Crash: Auch wenn die Wahrscheinlichkeit relativ gering sei, reiche bereits ein Anfangsverdacht. Für die Märkte sei jedes Risiko eines Währungsversagens schädlich.
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BerlinDer deutsche Unternehmensberater Roland Berger hält einen Crash des Euro für möglich. „Ein Zusammenbruch des europäischen Währungssystems und damit des Euro ist nicht ausgeschlossen. Die Wahrscheinlichkeit liegt nach meiner Meinung bei zehn bis 15 Prozent,“ sagte er der „Bild am Sonntag“ in einem Interview.

Das klinge harmloser, als es sei. Denn eine Währung lebe allein vom Vertrauen der Märkte und der Bürger. „Der materielle Unterschied zwischen einer Zehn- und einer 100-Euro-Note entsteht nur durch die aufgedruckte Zahl. Der Rest ist Papier. Und deshalb stellt auch ein Restzweifel von zehn Prozent an einer Währung eine relativ gefährliche Situation dar,“ ergänzte er.

Berger ist überzeugt, dass die Kosten eines Scheiterns des Euro höher sind als die einer Rettung. „Zu den politischen Kosten gehört, dass die Stimme Europas weltweit ihr Gesicht verlöre. Und die sozialen Kosten bestünden darin, dass durch eine weltweite Rezession Arbeitsplätze, Wohlstand und politische Stabilität weltweit und nicht zuletzt in Europa verloren gingen.“ Nach seinen Worten wird die Staatsschuldenkriese noch Jahre anhalten. „Das Ganze wird nicht ohne die berühmten sieben mageren Jahre für die europäische Wirtschaft abgehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • 50 Euro Frage: was ist falsch an dem Wort "Staatsschuldenkriese "???
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    natürlich das -ie-
    Krise -statt Kriese--
    -
    UND VON WEM UND WOHER BEKOMME ICH JETZT MEINE MÜHSAM VERDIENTEN 50 EURO??
    Ach was ich mache ihnen einen Vorschlag: Spenden sie diese für einen guten Zweck. Ich trete sie ganz freiwillig ab....
    (kleiner Spass- ja, man kann nie wissen ...)
    Noch schönen Abend -TV mit Jauch - könnte spannend werden..

  • Der Schluss von Herrn Berger ist nicht komplett. Der wäre nämlich: "Der Zusammenbruch des Euros wäre nie mehr so günstig wie heute."

    Es hat viele, ja zuviele Fehler gegeben, die es zu korrigieren gilt. Je später diese Korrektur erfolgt, um so schmerzhafter ist sie. Erfolgen muss sie aber.

    Unterstellt man, dass auf deutscher Seite die gleichen Jurisiten involviert waren, die unseren Wiedervereinigungsvertrag formuliert haben, dann ahnt man was im "Euro-Vertrag" drin steht bzw. fehlt. Ohne einen radikalen Schnitt wird es wohl keinen festen Euro geben.

    Wenn es einen dauerhaften Euro geben soll, dann müssen Verträge noch einmal "gründlich gebürstet" werden. Der Typ "Asmussen" wird dabei nicht zu gebrauchen sein, der Typ "Kirchhof" dringender denn je.

  • Roland Berger:.es reiche bereits ein Anfangsverdacht.....
    Das heißt ,alles funktioniert nur solange, wie sich das Volk den Rattenfängern in Politik-Finanzen und auch Wirtschaft jeden Schmarren glaubt.
    Wird er misstrauisch, klappt alles zusammen.
    Dann installieren sie endlich ein System, das auf Wahrheit und serösen Grundlagen beruht.
    Zitat: Für die Märkte sei jedes Risiko eines Währungsversagens schädlich.
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    Solide Fundamente- gesicherte Fakten, solide Finanzen könnten dem nichts anhaben.
    Doch die Zahlen sprechen für sich, verschuldet bis zur Halskrause-ist kein Verdacht, eine Tatsache.
    die Lage -die schulden, sind real und kein Verdacht.
    Niemand kann diese Billionen und Milliarden, jemals noch bedienen.
    Ein denkender Unternehmer -Bürger- Investor- Banker-weiß das auch.
    Dass sie entsprechend handeln ist eine notwendige,kluge Vorsichtsmaßnahme.
    zitat: .dass die Wahrscheinlichkeit relativ gering sei.
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    Wie kann man nur so eine Aussage machen? Richtig heißt es: Die Wahrscheinlichkeit, dass es "nicht"
    zu einem Euro-Crash kommt , ist sehr gering.
    Warten sie ab, wenn die ganzen Refinanzierungen 2012 anlaufen, dann könnte das Fass sehr schnell überlaufen.
    Mann versucht doch mit allen Mitteln die Leute weiter zu belügen.
    Erstaunlich, wieviele sich dazu hergeben, sogar ein Roland Berger.
    Sagt doch einfach mal die Wahrheit und die lautet: "Leute stellt euch darauf ein, trefft Vorsorge, es kann schiefgehen. Dann weiß der Bürger, was er zu tun hat.
    Was hat ein Staat den von verarmten, abgezockten Bürgern? Nichts- er muß sie doch am Ende nur füttern, aushalten-finanzieren.
    Das verlorene Geld haben andere, die sind damit über alle Berge .

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