Rennen um IWF-Chefposten
Frankreich trommelt für Lagarde

Schwellenländer wie Indien oder China kritisieren das Erbrecht der Europäer auf den IWF-Chefsessel - trotzdem trommelt Frankreich unverhohlen für seine Kandidatin. Doch die Franzosen könnten sich zu früh gefreut haben.
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Paris/Neu-DelhiFrankreichs Finanzministerin Christine Lagarde erhält dem Pariser Außenministerium zufolge Rückendeckung von den G8-Staaten bei ihrer Kandidatur für den Chefposten des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan, Russland und den USA hätten sich auf ihrem Gipfel in der vergangenen Woche einhellig für Lagarde ausgesprochen, sagte Außenminister Alain Juppe am Sonntag dem Fernsehsender Canal+. 

Die USA bestätigten diese Darstellung nicht. Auf die Frage, wie er zu den französischen Äußerungen stehe, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney: „Ich würde nicht über das hinausgehen, was wir bereits gesagt haben.“ Die Frage der Nachfolge sei Sache des IWF und gesucht werde der bestmögliche Kandidat. 

US-Außenministerin Hillary Clinton hatte indes Sympathien für die Kandidatur Lagardes erkennen lassen: Am Donnerstag hatte sie in Paris erklärt, ihr Land äußere sich derzeit zwar nicht offiziell, weil die Bewerbungsfrist noch laufe. „Inoffiziell heißen wir aber Frauen, die ausreichend qualifiziert und erfahren sind, an der Spitze von solch großen Organisationen wie dem IWF willkommen“, hatte sie hinzugefügt. Dies war der bislang stärkste Hinweis, dass sich die USA hinter Lagarde stellen könnten. Die USA haben großes Gewicht bei der Wahl. 

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte am Donnerstag während des G8-Gipfels gesagt, es sei kein Thema für einen G8-Gipfel, zu entscheiden, wer Kandidat für den IWF-Chefposten sein sollte. Das Thema sei auch nicht während der Sitzungen des Gipfels diskutiert worden. 

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  • Haben wir eigentlich noch Minister, die die BRD nach außen hin vertreten, oder reitet Angela das jetzt ganz allein in die Grütze?

  • Eine neoliberale, überambitionierte, möchtegern-Thatcher Karriere-Hexe ist sie. Kein Vergleich zu dem charmanten Luxus-Ganoven-Sozialisten Strauss-Kahn der bis zu seinem Prozess unter Hausarrest warten muss. Ihr wird man wohl auch keinen Vergewaltigungsversuch anhängen können. Mir wäre der Mexikaner lieber, er ist cooler, er wäre auch nicht zu interessiert, die Wucherkredite des IWF an die europäischen Länder zu vergeben. LG, Michail

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