Rentenreform
Britische Gewerkschaft stimmt für Streik

Nach einer Mitgliederabstimmung wird die britische Gewerkschaft im öffentlichen Dienst, Unison, am 30. November streiken. Hintergrund ist die geplante Rentenreform von Premierminister Cameron.
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LondonGroßbritanniens führende Gewerkschaft im öffentlichen Dienst will mit einem Arbeitskampf die geplante Rentenreform der Regierung stoppen. Die Mitglieder der Gewerkschaft Unison stimmten am Donnerstag mehrheitlich für einen landesweiten 24-stündigen Streik am 30. November, um den Druck auf Premierminister David Cameron zu erhöhen. Unison vertritt über eine Million Arbeitnehmer. Gewerkschaftsboss Dave Prentis sagte, dass die Zustimmung die große Besorgnis der Mitglieder über die Rentenpläne der Regierung widerspiegele.

Nach früheren Angaben ist die Kriegskasse von Unison mit 30 Millionen Pfund ausreichend gefüllt für einen langen Streik. Im Juni hatte Prentis gesagt, dass Unison einen größeren Ausstand organisieren wolle als der historische Generalstreik von 1926 zur Unterstützung der Bergleute. Auch andere britische Gewerkschaften lassen derzeit ihre Mitglieder über Streikmaßnahmen abstimmen. Großbritannien droht damit der größte Arbeitskampf seit Jahrzehnten.

Die Regierung hält die Rentenreform für unausweichlich, da die Menschen länger leben. Die Gewerkschaften kritisieren dagegen, der Umbau werde dazu führen, dass die Arbeitnehmen länger arbeiten und mehr zahlen müssten für niedrigere Pensionen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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