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Die Alma Mater der Terroristen

Die Islamische Universität von Gaza ist die Kaderschmiede der radikalen Hamas, die ab Mittwoch die Palästinenser regiert. Finanziert wird die Uni auch aus dem Westen.

GAZA. Männer und Frauen betreten die Hochschule durch getrennte Tore. Sie sollen keine Möglichkeit haben zu unzüchtigen Kontakten. Nicht einmal in die Augen ihrer Kommilitoninnen sollen die Männer schauen, das schreibt die Hausordnung vor. Doch dazu kommt es ohnehin nicht. Die Universität leistet sich zwei Gebäude – eines für Studentinnen und eines für Studenten. Natürlich tragen alle Frauen Schleier. Entdecken die Aufseherinnen Make-up, packen sie die Studentin und lassen sie die Schminke aus dem Gesicht reiben.

Von außen betrachtet, ist die Islamische Universität von Gaza einer der prächtigsten Gebäudekomplexe im Hoheitsgebiet der Palästinenser. Die Uni mit ihren 10 000 Studentinnen und 7 000 Studenten ist die Kaderschmiede der Hamas, der radikalislamischen Bewegung, die künftig die Palästinenser regieren wird. Hier wird die Gesellschaftsordnung vorgelebt, die die neuen Machthaber Palästinas für das ganzes Volk anstreben.

„Die Universität vertritt die Philosophie der Hamas“, räumt Pädagogikprofessor Jameela al-Schanti ganz offen ein. Der Gelehrte gehört zu jenen Parlamentariern, die im Januar auf der Liste der Radikalgläubigen ins Parlament gewählt wurden.

Schon im Studentenladen ist die islamistische Hausideologie präsent. Neben Sachbüchern und Kugelschreiber werden hier auch DVDs angeboten, die die „Märtyrer“-Geschichten von Selbstmordattentätern nacherzählen. Auf dem Campus hält die Hamas regelmäßig Kundgebungen und Kampfvorlesungen ab. Im vergangenen Jahr wurde während eines zweitägigen Seminars an den „Märtyrer“ und Hamas-Gründer Scheich Jassin erinnert. Ein Glückwunschschreiben des frommen Terrorpaten dokumentiert im Uni-Museum die engen Beziehungen zur Hamas.

Die nächste Palästinenser-Generation wird hier schlachttauglich gemacht für den Kampf gegen Israel. Ein Jugendmagazin der Hamas feierte kürzlich die Islamische Universität als „Hochschule der Selbstmordattentäter“. Gelehrte unterstützen Veranstaltungen, an deren Ende Studierende einen Eid auf den „ewigen heiligen Krieg gegen Israel“ leisten.

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