Republikaner-Parteitag
Projekt „Netter Kerl“

Hölzern, unnahbar, abgehoben: Mitt Romneys größtes Problem ist er selbst. Der Parteitags-Auftritt ist nun die große Chance, sein Image zu verbessern. Zu beobachten ist die Wandlung vom Roboter Romney zum Menschen Mitt.
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TampaMitt ist einfach überall. Auf Postern, Autoaufklebern, T-Shirts und Flaggen, aus jeder Ecke in Tampa lächelt Mitt Romney wohlgescheitelt und siegessicher hervor. Möge Wirbelsturm „Isaac“ noch so sehr den Regen durch die Straßen jagen und Delegierten die Frisur ruinieren, sie werden ihm trotzdem zujubeln. Es ist eine Party mit 50.000 Menschen, und alle sind sie angereist nur wegen ihm, Mitt Romney.

Der Star selbst allerdings, der heute auf dem Parteitag der Republikaner zum Herausforderer von US-Präsident Barack Obama ernannt werden soll, hat sich noch nicht blicken lassen. Zusammen mit Ehefrau Ann und seinem wichtigsten Berater hat er sich ein paar Tage Ruhe im fernen New Hampshire genommen. Ruhe zur Vorbereitung auf den Auftritt seines Lebens: Die Rede am Donnerstagabend auf der National Convention, in der er den Amerikanern erklären will, warum sie ihn am 6. November zum Präsidenten wählen sollen.

Es soll eine große Rede werden, Romney feilt angeblich seit Wochen daran herum. Abermillionen Millionen Fernsehzuschauer auf dem Sofa müssen eingetrichtert bekommen, warum Romney ihr Leben verbessern wird, während Obama es ruiniert. Vor allem aber müssen Romneys Worte Sympathie im Wahlvolk wecken. Und das ist der weitaus schwierigere Part.

Das Problem des Multimillionärs ist, dass er noch immer keine Begeisterung für sich geweckt hat. Während er in Wirtschaftsfragen als kompetenter als Obama gilt, finden ihn einer aktuellen Umfrage von ABC News und „Washington Post“ zufolge nur 27 Prozent sympathisch. Der Präsident kommt auf 61 Prozent. Und so ist nicht nur Romneys großer Auftritt am Donnerstag, sondern der ganze Parteitag dafür da, das ein für alle Mal zu ändern. Das Projekt Menschwerdung läuft auf Hochtouren, zu beobachten ist die Wandlung vom Roboter Romney zum Menschen Mitt.

Einen unschätzbaren Anteil daran soll Ann Romney haben mit ihrer mit Spannung erwarteten Rede am Dienstagabend zur besten Sendezeit. Mit was sie aufwarten wird, um ihren Mann menscheln zu lassen, könnte ein Foto zeigen, das ein Fotograf von ihrem Notizblock schoss. Darauf stand ein Vers aus dem 5. Buch Mose: „Darum gebiete ich dir und sage, daß du deine Hand auftust deinem Bruder, der bedrängt und arm ist in deinem Lande.“

Kommentare zu " Republikaner-Parteitag: Projekt „Netter Kerl“"

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  • Krieg ist ein prima Mittel um von so einem Finanzchaos abzulenken und mit der Kraft von Millionen Toten aus der Rezession zu steuern.
    Wurde eigentlich immer so gehandhabt.

  • Wie kürzlich zu lesen war, ist Herr Alexander Dobrindt, CSU zu dem Event nach Tampa, Florida angereist.

    Hat Herr Dobrindt nichts besseres zu tun, als auf Steuerzahlers Kosten zu so einer Veranstaltung zu reisen? Oder was will er dort? Lernen wie man Wahkampfveranstaltung austrägt? Braucht Herr Dobrindt in irgendetwas Nachhilfe? Trifft er sich gar mit Anhängern der Teaparty? Sarah Palin?

    Was kostet der Trip auf Steuerzahlers Kosten? 50.000 Euro?

    Er sollte sich besser um Bayern kümmern. Deutschland ist ihm ja cheinbar ohnehin egal, sonst würde er jetzt hier sein, wo er gebraucht wird.

    Braucht eigentlich irgendjemand Alexander Dobrindt? Vielleicht Talkrunden, um die Einschaltquoten zu erhöhen? Dobrindt schafft sich selbst ab und mit ihm Seehofer, Söder und die CSU.

    Dies sagt ein ehemaliger CSU-Wähler!

  • Dieser nächste Wahnsinnige ist schlimmer als Bush 1 und Bush 2 zussammen. Er will den Iran sofort angreifen, die Finanzmärkte völlig entfesseln, keine Steuern mehr für die Superreichen und einen Wirtschaftskrieg gegen China. Ausserdem will er Obamas neu geschaffenes Gesundheitssystem wieder abschaffen.

    Diese dumme S. wäre der Weltuntergang.

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