Republikaner Rick Santorum

Erzkonservativer steigt erneut in US-Wahlkampf ein

Rick Santorum will es noch einmal versuchen: Der erzkonservative Republikaner steigt erneut ins Rennen um das Amt des US-Präsidenten ein. In seiner Vision von Amerika sind Homosexualität und Abtreibungen Sünden.
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Rick Santorum, Senator im US-Bundesstaat Pennsylvania, will auch die Steuerbehörde IRS abschaffen. Quelle: AFP
Rick Santorum

Rick Santorum, Senator im US-Bundesstaat Pennsylvania, will auch die Steuerbehörde IRS abschaffen.

(Foto: AFP)

PittsburghDer erzkonservative US-Republikaner Rick Santorum will sich erneut um das Präsidentenamt bewerben. „Ich habe eine kühne Vision für Amerika, die klar und konservativ ist“, sagte der 57-Jährige bei der Ankündigung seiner Kandidatur am Mittwoch im Bundesstaat Pennsylvania, für den er bereits als Senator diente. „Mit Ihrer Hilfe und der Gnade Gottes können wir dieses Land verändern.“ Er sei die beste konservative Wahl, um die „Maschine Clinton“ zu besiegen, hieß es auf seiner Website in Anspielung auf seine Zeit als Senator während der Amtszeit von Präsident Bill Clinton.

Der Katholik hat sich öffentlich gegen Homosexualität und Abtreibung ausgesprochen. „Als Präsident werde ich für den Grundsatz einstehen, dass jedes Leben zählt: das der Armen, der Behinderten und der Ungeborenen“, sagte er am Mittwoch. Santorum betont außerdem seine Herkunft aus einer Arbeiterfamilie und plädiert für eine Einheitssteuer sowie eine Abschaffung der Steuerbehörde IRS.

Carly Fiorina steigt ins Präsidentschafts-Rennen ein
Hillary Clinton, Barack Obama
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Hillary Clinton – inzwischen 67 Jahre alt – hat über ihre Pläne seit Monaten geschwiegen, im Stillen aber längst einen beachtlichen Wahlkampfapparat auf die Beine gestellt. 2008 schien das Weiße Haus schon in Reichweite – dann kam ihr der junge und weitgehend unbekannte Barack Obama dazwischen (Foto). Die Demokratin war bereits First Lady, Senatorin und Außenministerin. Sie hat reichlich Erfahrung und schon jetzt ein Heer an Unterstützern. „Sie würde eine ausgezeichnete Präsidentin sein“, sagte auch Obama jetzt.

Carly Fiorina
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Carly Fiorina ist eine der möglichen Gegenspieler von Hillary Clinton. Die ehemalige Hewlett-Packard-Chefin strebt eine Kandidatur um das US-Präsidentenamt an. Allerdings müsste Fiorina sich zunächst gegen ihre Konkurrenten unter den Republikanern durchsetzen, für die sie ins Rennen gehen will.

Ben Carson
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Ebenfalls für die Republikaner will der berühmte frühere Neurochirurg Ben Carson der nächste Präsident der USA werden. Er werde ins Vorwahlrennen der Republikaner einsteigen, kündigte Carson in einem Interview des TV-Senders WKRC an. Der wortgewandte Politneuling ist bislang der einzige afroamerikanische Kandidat bei den Konservativen.

Elizabeth Warren
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Elizabeth Warren (65) könnte für Clinton zur Gefahr aus dem Hinterhalt werden. Vor allem die Linken bei den Demokraten würden 2016 viel lieber die Senatorin aus Massachusetts als Kandidatin sehen. Die ehemalige Harvard-Rechtsprofessorin hat sich als Streiterin für die Mittelschicht einen Namen gemacht und scheut auch nicht die Konfrontation mit Präsident Obama über Wirtschaftspolitik.

Joe Biden
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Joe Biden (72) steht als braver Vizepräsident und Hintermann von Obama eher abgeschlagen im Schatten. Zwar hat er Jahrzehnte Erfahrung als Langzeitsenator. Aber auch eine Schwäche: Ein loses Mundwerk und den Hang zu Gesten, die missverstanden werden können. Er kam etwa der Ehefrau von Verteidigungsminister Ashton Carter bei einem öffentlichen Auftritt allzu nahe - in den USA geht so etwas gar nicht.

Bernie Sanders
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Bernie Sanders (73) hat bereits offen erklärt, den Kampf mit der Maschinerie Clintons aufnehmen zu wollen. Der schroffe, weißhaarige Senator aus Vermont trägt den Titel „Sozialist“ mit Stolz. Ob sein Angriff von links Clinton etwas anhaben kann, ist aber fraglich.

Martin O'Malley
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Martin O'Malley (52) gilt als ausgesprochener Liberaler. Er ist für die Abschaffung der Todesstrafe, die Legalisierung der Homo-Ehe, die Erhöhung des Mindestlohns und strengere Waffengesetze. Sein Drängen ins nationale Rampenlicht sehen viele Demokraten aber kritisch.

Der Vater von sieben Kindern landete in den republikanischen Vorwahlen im Jahr 2012 auf dem zweiten Platz und unterlag schließlich Mitt Romney. Er wolle nun in die Fußstapfen jener Parteikollegen treten, die das Rennen nach einem zweiten Platz in den Vorwahlen in den darauffolgenden Wahlen gewannen: die ehemaligen Präsidenten George H. W. Bush sowie Ronald Reagan. Neben sechs offiziell kandidierenden Republikanern dürfte sich Santorum auch gegen Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush durchsetzen müssen, dessen Kandidatur in den kommenden Wochen erwartet wird.

  • dpa
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