Republikanische Präsidenten-Anwärter: Newt Gingrich schlägt in Fernsehdebatte zurück

Republikanische Präsidenten-Anwärter
Newt Gingrich schlägt in Fernsehdebatte zurück

Es war ein heftiger Schlagabtausch - und Newt Gingrich dürfte ihn gewonnen haben. Im Rennen der republikanischen Bewerber für die US-Präsidentschaftskandidatur konnte Gingrich in einem Fernsehduell Boden gut machen.
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Charleston/WashingtonDie republikanischen Bewerber für die US-Präsidentschaftskandidatur haben sich zwei Tage vor der möglicherweise entscheidenden Vorwahl einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Bei der Fernsehdebatte am Donnerstag konnte der frühere Präsident des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, ersten Einschätzungen zufolge gegenüber dem in Umfragen vorne liegenden Mitt Romney etwas Boden gutgemacht haben. Gingrich wies erbost den Vorwurf seiner Ex-Frau zurück, er habe sie dazu aufgefordert, eine Affäre mit einer anderen Frau zu tolerieren.

In einem Seitenhieb auf Romney legte Gingrich zudem während der Debatte seine jüngste Steuererklärung offen - eine Erinnerung daran, dass der Multi-Millionär Romney dies trotz offener Fragen noch immer nicht getan hat. Romney kündigte an, seine Steuererklärung im April vorzulegen, und wurde dafür von den Zuschauern ausgebuht.

Bei der letzten Debatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber vor der Vorwahl am Samstag in South Carolina teilte Newt Gingrich nochmal richtig aus. Barack Obama nannte er den „gefährlichsten Präsidenten unserer Lebzeit“, seinen innerparteilichen Rivalen Mitt Romney stellte er erneut als Jobvernichter dar. Auch auf die „liberalen Medien“ drosch er ein, als der Moderator pikante Äußerungen einer Ex-Frau Gingrichs über das Eheende anzusprechen wagte. Das johlende Publikum hatte der frühere Chef des Repräsentantenhauses dabei auf seiner Seite.

Mit famosen Auftritten bei TV-Debatten wie am Donnerstagabend hat Gingrich ein Rennen wieder spannend gemacht, das bereits zu Gunsten Romneys entschieden schien. In South Carolina könnte er die Hoffnung Romneys zunichte machen, mit einem Durchmarsch in den frühen Vorwahlen die Kandidatur schnell für sich zu entscheiden und sich im Wahlkampf auf Obama zu konzentrieren.

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  • Das bisherige Parteiprogramm der Republikaner:
    Der Multimillionär zahlt 15% Steuern, seine Putzfrau bis zu 35%.
    Finanzgangster sorgen dafür, daß die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird.
    Das private FED-System mit ständig laufenden Gelddruckmaschinen sorgt dafür, daß der Amerikaner immer ärmer wird.
    In der Rüstungsindustrie gut vernetzte Kriegstreiber-Präsidenten sorgen für unnötige Kriege mit Billionen-Aufwand.
    Selbstverständlich gibt es im Land der Tellerwäscher und Millionäre keine besonderen sozialen Leistungen.
    Eine gesetzliche Krankenversicherung, die sich auch Geringverdiener leisten können, widerspricht dem amerikanischen Leistungsprinzip.
    So eine Partei, die in keinem Land der Welt auch nur eine 5%-Chance hätte, wurde bei der letzten Wahl von 40% der wahlberechtigten Amerikaner gewählt.
    Jetzt frage ich mich, besteht denn die Bevölkerung der USA zu 40% aus Deppen?

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