Republikanischer Senator
John McCain will US-Präsident werden

Die Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl bringen sich in Stellung. Mit Senator John McCain hat ein weiterer prominenter Republikaner offiziell bekanntgegeben, antreten zu wollen. Favorit seiner Partei ist jedoch ein anderer.

HB WASHINGTON. McCain nutzte einen Auftritt in einer spätabendlichen Talk-Show, um seine Kandidatur zu erklären: „Ich gebe bekannt, dass ich ein Kandidat für das Amt des Präsidenten der USA sein werde“, sagte der 70-Jährige unter lautem Applaus in der Sendung des Talk-Stars David Letterman. Die Kandidatur des Marineoffiziers war allgemein erwartet worden.

Eine formelle Erklärung will McCain im April abgeben. Bereits im November hatte er erklärt, er wolle einen Sondierungsausschuss gründen. Dieser ist ein wichtiger Schritt, um Spenden für den Wahlkampf einzutreiben. Der Nachfolger von Präsident George W. Bush wird 2008 gewählt.

McCain war nach einem erbittert geführten Vorwahlkampf der Republikaner 1999 George W. Bush unterlegen und galt seitdem als ein scharfer parteiinterner Kritiker des Präsidenten. Kürzlich hatte er erklärt, er glaube, dass Bushs langjähriger Pentagonchef Donald Rumsfeld als „einer der schlechtesten Verteidigungsminister“ in die Geschichte eingehen werde. Zugleich unterstützt er aber Bushs Plan, die Truppen im Irak zu verstärken.

McCain, der ein Veteran des Vietnam-Krieges ist und lange Jahre in Kriegsgefangenschaft verbracht hatte, hat stets seine Kompetenz in der Außenpolitik und in militärischen Fragen betont. Als Favorit für die Präsidentschaftswahl unter den Republikanern gilt aber der frühere New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani. Auf Seiten der Demokraten kandidieren unter anderen die frühere First Lady Hillary Clinton und der schwarze Senator Barack Obama.

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