Resolution

Uno will Sanktionen gegen IS beschließen

Der Uno-Sicherheitsrat will am Freitag weitreichende Sanktionen gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat beschließen. Im Kampf gegen die Terrorgruppe sucht die EU derweil den Schulterschuss mit Nahost-Ländern.
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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen Quelle: dpa

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen

(Foto: dpa)

New York/BrüsselDer Sicherheitsrat der Vereinten Nationen will noch am Freitag Sanktionen gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) und andere islamistische Militante beschließen. Dem mächtigsten Uno-Gremium liegt westlichen Diplomaten zufolge ein Resolutionsentwurf der Briten vor, der unter anderem Strafmaßnahmen gegen sechs Männer vorsieht.

Zudem verpflichtet das Papier alle Staaten verbindlich, Finanzierungsströme zu kappen und die Rekrutierung ihrer Staatsangehörigen zu verhindern.

Die sechs gelten als Hintermänner und Financiers von Islamischer Staat, der radikalislamischen Al-Nusra-Front in Syrien und anderen militanten Gruppen. Zu den geplanten Strafen zählen Reiseverbote, Wirtschaftssanktionen und das Einfrieren von Auslandskonten.

Gegen Islamischer Staat und Al-Nusra-Front selbst gelten bereits ähnliche Sanktionen. Die „Schwarze Liste“ kann verlängert werden, Beobachter rechnen mit weiteren Namen.

Die Resolution verurteilt „in schärfster Form“ die „terroristischen Akte des Islamischen Staats und seiner brutalen extremistischen Ideologie“. Ihm werden „ständige, schockierende, anhaltende und systematische“ Verletzungen der Menschenrechte und des Völkerrechts“ vorgeworfen.

Eine Zustimmung gilt als sicher. Eine Resolution braucht die Zustimmung von neun der 15 Ratsstaaten, zudem darf keines der fünf ständigen Mitglieder – die USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich – mit Nein stimmen.
Diplomaten gehen für den Freitag sogar von einem einstimmigen Ergebnis aus, weil alle Staaten wegen des Terrors der Islamisten beunruhigt sind.

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10 Kommentare zu "Resolution: Uno will Sanktionen gegen IS beschließen"

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  • @Ronald Bernard

    "..., Schweinefleisch?"

    Hihi, der ist gut ;-)

  • UN-Sanktionen gegen IS. Ich bin mir sicher, dass die IS jetzt ganz doll zu weinen anfangen wird.

  • "Uno will Sanktionen gegen IS beschließen"

    Verstehe jetzt überhaupt nichts mehr.

    Man will Sanktionen gegen einige Tausend Pickup-Kämpfer beschließen, die sich "Islamischer Staat" nennen.

    Wahrscheinlich meint die UNO, weil der Begriff "Staat" benutzt wird, handelt es sich um einen Staat.

    Da die Terrormilizen in Afrika, den Begriff "Staat" nicht führen - die Namen sollte die UNO kennen - sind keine Sanktionen angedacht.

    Wobei Sanktionen bei Kampfgruppen ohnehin Schwachsinn sind. Was will man denn sanktionieren?
    Waffen, Munition, Zahlungsströme, Gemüse, Schweinefleisch?

    Vielleicht soll "Sanktion" auch nur das Unwort des Jahres werden.

  • @Pia Paff:

    Richtig. Und damit würde auch ordentlich Geld gespart.

  • "Uno will Sanktionen gegen IS beschließen"

    Nun macht sich die UNO endgültig lächerlich.

    Die einzige Sanktion, die de IS-Mörder verstehen, heißt:

    "Wir bomben Euch zu Hackfleisch, wo immer Ihr in Erscheinung tretet". Und dann muß man das auch tun.

  • Die UNO ist eine Ansammlung von Lachnummern. Den Club der Dilettanten sofort auflösen.

  • Also das verstehe ich nun wirklich nicht. Was für Sanktionen? Gegen was, gegen wen? Gegen die sechs Männer, die indirekt den Westen den Krieg erklärt haben?
    Vielleicht sind die Herren in Katar und bei den Saudis bestens bekannt. Mich würde das nicht wundern. EWetten das die WM des Fußball nicht in Katar ausgetragen wird.

  • Sanktionen sind wie Gummischwerter wenn man vorher nicht die Unterstützer der ISIS Schlächter.. Türkei,Saudi Arabien,Katar ausschaltet. Deutschland liefert jede Menge Waffen an Saudi Arbien,Türkei,Katar und alle können damit sogar umgehen und sie weiterreichen an die Isis, die man staune auch damit umgehen können.

    Nur die "Dummen" Kurden können nicht mit Deutschen Waffen umgehen, nach Meinung von Roth und VDL.

    Natürlich muss das neue Gewehr der BW 2 m seitlich vom Ziel gerichtet werden um das Ziel zu treffen, aber das kann man lernen in kurzer Zeit.

    Vielleicht sollte man die Russen fragen ob es noch Waffen aus WK 2 Beständen für die Kurden gibt.

    Wer 40 Jahre ständig im Kampf steht , wird auch mit Deutschen Gewehren,Maschinengewehren und Panzerfäusten umgehen können.

  • Immerhin: der "Papiertiger" zeigt wenigstens Zähne.
    Ob das reicht gegen eine Truppe, die die zivilisierte Welt offenbar nicht nur in eine militärische, sondern noch dazu in eine veritable politische Zwickmühle gebracht hat wird sich zeigen.
    Man hat den Eindruck, dass man vielerorts mit dem politischen Latein am Ende zu sein scheint.

    Dass man daher versucht, der selbsterzeugten politischen Probleme militärisch Herr zu werden zeigt, dass man sich schwer tut mit der Entwicklung zukunftsbefähigender politischer Konzeptionen.

    Und die Uhr läuft: politisch wirkt die Faktenschaffung der IS geradewegs so, als sei die Weltgemeinschaft politisch längst in die Ecke gedrängt.

    Man wünscht politischen Entscheidern etwas mehr politische Weitsicht - so begrüssenswert es auch ist, dass die Uno wenigstens Einigkeit in der Gegnerschaft demonstriert.

  • Der Debattierclub tagt - wieder einmal
    ---------------
    Sie wollen einen Beschluss fassen. Und dazu brauchen sie ein mehrheitsfähiges Ergebnis der 15 Ratsstaaten.
    Aber Russland und China sind berüchtigt für ihr Veto.
    Somit wird es zu keinem Beschluss kommen.

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