Resolutionsentwurf
G8 machen gegen Terror mobil

Als Reaktion auf die Bombenanschläge in London haben die G8 die Gründung einer weltweiten Allianz gegen den internationalen Terror angekündigt. Vor allem US-Präsident Bush zeigte sich beeindruckt von der Entschlossenheit seiner Kollegen. Aber auch bei den ursprünglichen Gipfel-Themen demonstrierten die Staats- und Regierungschefs seltene Einigkeit.

HB GLENEAGLES. Der britische Premier und Gastgeber Tony Blair verlas in Schottland eine gemeinsame Erklärung der sieben führenden Industriestaaten und Russland (G-8) gegen den Terrororismus. „Hoffnung ist die Antwort auf Hass“, sagte Blair. „Im Terrorismus liegt keine Hoffnung, noch hat er eine Zukunft.“ Es dürfe nicht sein, dass der Terrorismus die Anstrengungen zunichte mache, eine bessere Welt zu schaffen.

Unmittelbar nach den Anschlägen am Donnerstag hatten schon die führenden aufstrebenden Wirtschaftsnationen China, Indien, Mexiko, Südafrika und Brasilien den G8-Staaten Unterstützung zugesagt. Die Zahl der Toten durch die vier Anschläge in der britischen Hauptstadt stieg auf weit über 50. Die Suche nach Leichen gehe weiter. 700 Menschen wurden verletzt.

Zuvor hatten sich die Gipfel-Teilnehmer auf eine Erhöhung der Entwicklungshilfe um 50 Milliarden Dollar pro Jahr bis 2010 geeinigt. Die Hälfte davon soll Afrika zugute kommen. Das Schlussdokument bestätigt auch den im Juni vereinbarten sofortigen Schuldenerlass für 18 arme Länder, darunter 14 in Afrika, mit einem Umfang von 40 Milliarden US-Dollar. Insgesamt können 37 Staaten von dem Programm profitieren.

Als weiteres Thema des Gipfel wurde auch der Klimaschutz behandelt. Die G8 erkannten bei ihrem die Dringlichkeit des Klimaschutzes an, nannten aber auf Druck der USA keine Zahlen zur Minderung des Schadstoffausstoßes. Nur eine ergänzende Erklärung erwähnt das Kyoto-Protokoll, das konkrete Vorgaben enthält und das die USA deshalb als einziger G-8-Staat nicht ratifiziert haben. Gegen diese Bemerkung zu Kyoto hatte sich die Regierung in Washington lange gesträubt.

Die Länder sprachen sich dafür aus, Energiesparen zu fördern. Dazu wollten sie auch Forschung und Entwicklung unterstützen, um etwa effizientere und sauberere Motoren für Kraftfahrzeuge zu bauen. Generell müsse das Bewusstsein der Verbraucher gestärkt werden, welche Folgen für die Umwelt die Nutzung ihrer Fahrzeuge habe, hieß es in dem Aktionsplan, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Auch im Flugverkehr und in der Industrie insgesamt gebe es viele Ansatzpunkte für Verbesserungen.

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