Rettungsaktion
Befreiung von US-Geisel im Jemen gescheitert

Der Al-Kaida-Ableger im Jemen hatte in einem Video mit der Tötung einer amerikanischen Geisel gedroht. US-Präsident Obama genehmigte seinem Militär eine Rettungsaktion. Doch der verschleppte US-Journalist war nicht da.
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WashingtonDas US-Militär ist nach eigenen Angaben mit der Befreiung einer amerikanischen Geisel des Terrornetzwerks Al-Kaida im Jemen gescheitert. Bei der Aktion seien Gefangene verschiedener Nationalitäten gefunden und gerettet worden, aber der vermisste US-Journalist Luke Somers sei nicht dabei gewesen, teilten das Weiße Haus und das Pentagon am Donnerstag in Washington mit. Zur Identitäten der befreiten Geiseln wurde keine Angaben gemacht.

Die US-Regierung reagierte mit dem Eingeständnis auf ein im Internet verbreitetes Video, das den Amerikaner zeigt. Ein Sprecher des Al-Kaida-Ablegers auf der arabischen Halbinsel droht in dem Film mit der Tötung des 33-Jährigen. „Uns ist das Video bekannt“, sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates von Präsident Barack Obama, Bernadette Meehan. Weitere Details zu der bislang geheimen Kommandoaktion wollte sie nicht bekanntgeben.

Die US-Regierung habe drei Tage Zeit, um Forderungen zu erfüllen, „die sie genau kennen“, erklärte der Sprecher in dem Video. Ansonsten werde die Geisel ihr „unabdingbares Schicksal“ treffen. Am Ende muss sich Somers selbst äußern. „Ich suche nach jeder Hilfe, die mich aus dieser Situation befreien kann“, sagte er. „Ich bin sicher, dass mein Leben in Gefahr ist.“

Der Journalist war vor mehr als einem Jahr in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa entführt worden, wo er als freie Fotoreporter arbeitete. Die „Washington Post“ hatte bereits vor der Bekanntgabe durch die Regierung berichtet, dass die US-Armee in der vergangenen Woche mit dem Versuch scheiterte, ihn zu befreien. Laut dem Pentagon wurde bei der Aktion mit jemenitischen Streitkräften kooperiert.

Was die Terroristen von Washington verlangen, sagte der Al-Kaida-Sprecher nicht. Er verurteilte US-Angriffe in der islamischen Welt, unter anderem in Afghanistan, im Irak, in Syrien, in Somalia und im Jemen. Das Terrornetzwerk hat vor allem im Süden des Jemens seine Hochburgen. Jementische Sicherheitskräfte und US-Armee gehen dort immer wieder gegen Dschihadisten vor.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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