Rettungsfonds

Bundesbank gegen EFSF-Mittel für Banken

Die Bundesbank ist gegen die direkte Vergabe von EFSF-Mitteln an spanische Banken.
6 Kommentare
Bundesbanker Joachim Nagel. Quelle: dpa

Bundesbanker Joachim Nagel.

(Foto: dpa)

BerlinDie Bundesbank ist strikt dagegen, dass der Rettungsfonds EFSF Mittel direkt an die spanischen Banken vergibt. Das berichtet das Handelsblatt unter Verweis auf ein Interview mit Vorstandsmitglied Joachim Nagel vorab aus seiner Montagsausgabe.

„Direkte Finanzhilfen der EFSF an einzelne Banken würden bedeuten, dass die Haftung für Bilanzrisiken von den spanischen auf alle europäischen Steuerzahler übergeht. Das sehen der derzeitige Ordnungsrahmen in der Währungsunion und die damit verbundene Zuordnung von Haftung und Kontrolle zu Recht nicht vor", sagte Nagel der Zeitung. Neue Staatsanleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) lehnt die Bundesbank weiterhin ab. “Die Bundesbank hat dieses Programm immer sehr kritisch gesehen. Daran hat sich für mich nichts geändert“, sagte Nagel.

  • noh
  • cv
Startseite

6 Kommentare zu "Rettungsfonds: Bundesbank gegen EFSF-Mittel für Banken"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wen die Bundesbank das ablehnt, wird bald der Befehl von Merkel kommen, dies abr zu tun.
    Frau Merkel wird es auch schaffen, die Bundesbank völlig zu entmachten.
    Sie hat ja schon fast alle guten Strukturen der alten Bundesrepublik zerstört.
    Diese Kanzlerin hat es bald geschafft und dann war es das mit Deutschland

  • Wo ist da der Unterschied zum Bankrott? Dass man schaut, ob da noch was zappelt?

  • „Direkte Finanzhilfen der EFSF an einzelne Banken würden bedeuten, dass die Haftung für Bilanzrisiken von den spanischen auf alle europäischen Steuerzahler übergeht. Das sehen der derzeitige Ordnungsrahmen in der Währungsunion und die damit verbundene Zuordnung von Haftung und Kontrolle zu Recht nicht vor", sagte Nagel der Zeitung.

    Konkret heißt das, dass 27 % dieser Risiken aus dem Haushaltstopf der Deutschen abfließen und der Bundestag weder ein Mitsprache- noch ein Kontrollrecht hat.

    Weshalb müssen wir uns damit auseinandersetzen, wenn es ohnehin nicht erlaubt ist? Ganz klar, weil Merkel sich darum überhaupt nicht kümmert. Und wenn Nagel "das" noch einmal macht, ist er weg. Das wird er jetzt schon lernen.

    Die Piraten wird es freuen.

  • So funktioniert der EURO. Es fehlt im Gegensatz zur klassischen Abwertung das Element, dass die Besicherung (Vermögen) im Außernverhältnis abwerten, da es selbiges eigentlich nicht mehr gibt innerhalb von Europa.

    Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Pläne die Schulden in Europa um 30% des BIPs in Summe (hinkende Defintion) praktisch um 5,5 Billion USD sollen reduziert werden. Ca, 13k EUR pro Kopf im Euroraum. Die Zahl ist etwas fantastisch in der Praxis und ich denke diese Auszahlung wäre der erste Schritt in diese Richtung.

    Auch ich persönlich sehe das sehr mit Vorbehalt.

  • Klare und deutliche Worte, die ungehört in Berlins und Brüssels weiten Fluren verhallen werden.

  • Bundesbank ist dagegen? Also wird es gemacht.

    Würde mir aber wünschen, als Neukunde bei der Santander dann was zu bekommen, wie weiland bei der Commerzbank. Wie wäre es mit 200,- EUR für jedes neue Girokonto? Das wäre bürgernahe Politik.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%