Rettungsfonds
Bundesbank gegen EFSF-Mittel für Banken

Die Bundesbank ist gegen die direkte Vergabe von EFSF-Mitteln an spanische Banken.
  • 6

BerlinDie Bundesbank ist strikt dagegen, dass der Rettungsfonds EFSF Mittel direkt an die spanischen Banken vergibt. Das berichtet das Handelsblatt unter Verweis auf ein Interview mit Vorstandsmitglied Joachim Nagel vorab aus seiner Montagsausgabe.

„Direkte Finanzhilfen der EFSF an einzelne Banken würden bedeuten, dass die Haftung für Bilanzrisiken von den spanischen auf alle europäischen Steuerzahler übergeht. Das sehen der derzeitige Ordnungsrahmen in der Währungsunion und die damit verbundene Zuordnung von Haftung und Kontrolle zu Recht nicht vor", sagte Nagel der Zeitung. Neue Staatsanleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) lehnt die Bundesbank weiterhin ab. “Die Bundesbank hat dieses Programm immer sehr kritisch gesehen. Daran hat sich für mich nichts geändert“, sagte Nagel.

Norbert Häring berichtet für das Handelsblatt über Wirtschaftswissenschaften. Quelle: Pablo Castagnola
Norbert Häring
Handelsblatt / Ökonomie-Korrespondent

Kommentare zu " Rettungsfonds: Bundesbank gegen EFSF-Mittel für Banken"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wen die Bundesbank das ablehnt, wird bald der Befehl von Merkel kommen, dies abr zu tun.
    Frau Merkel wird es auch schaffen, die Bundesbank völlig zu entmachten.
    Sie hat ja schon fast alle guten Strukturen der alten Bundesrepublik zerstört.
    Diese Kanzlerin hat es bald geschafft und dann war es das mit Deutschland

  • Wo ist da der Unterschied zum Bankrott? Dass man schaut, ob da noch was zappelt?

  • „Direkte Finanzhilfen der EFSF an einzelne Banken würden bedeuten, dass die Haftung für Bilanzrisiken von den spanischen auf alle europäischen Steuerzahler übergeht. Das sehen der derzeitige Ordnungsrahmen in der Währungsunion und die damit verbundene Zuordnung von Haftung und Kontrolle zu Recht nicht vor", sagte Nagel der Zeitung.

    Konkret heißt das, dass 27 % dieser Risiken aus dem Haushaltstopf der Deutschen abfließen und der Bundestag weder ein Mitsprache- noch ein Kontrollrecht hat.

    Weshalb müssen wir uns damit auseinandersetzen, wenn es ohnehin nicht erlaubt ist? Ganz klar, weil Merkel sich darum überhaupt nicht kümmert. Und wenn Nagel "das" noch einmal macht, ist er weg. Das wird er jetzt schon lernen.

    Die Piraten wird es freuen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%