Rettungsgespräche in Brüssel
Opel-Gipfel unter schwierigen Vorzeichen

Die EU-Kommission schaltet sich stärker in den Streit um Staasthilfen für den Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) ein und hat Spitzenvertreter der EU-Staaten mit Opel-Standorten und den neue GM-Europachef Nick Reilly nach Brüssel eingeladen. Kein einfaches Treffen. Denn schon im Vorfeld hagelt es Kritik an GM.
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HB BRÜSSEL/HAMBURG. Vor dem Brüsseler Opel-Gipfel haben Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und EU-Industriekommissar Günter Verheugen vor einem Subventionswettlauf gewarnt. „Wir wollen nicht, dass ein amerikanisches Unternehmen Arbeitsplätze in Europa versteigert“, sagte Verheugen am Montag in der ARD-„Tagesschau“. Es werde schwierig sein, eine Übereinkunft zu finden.

Zuvor war bekanntgeworden, dass Großbritannien, Spanien, Belgien und Polen der Opel-Mutter General Motors (GM) wohl Hilfen in Milliardenhöhe in Aussicht stellen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) forderte indessen Klarheit über die Sanierungspläne für Opel.

Zu den Brüsseler Gesprächen über die Zukunft von Opel werden der neue GM-Europa-Chef Nick Reilly sowie Regierungsvertreter aus Deutschland, Spanien, Großbritannien, Polen und Belgien erwartet.

GM hatte kürzlich entschieden, Opel doch zu behalten, woraufhin die Bundesregierung ihre Zusagen für Milliarden-Staatshilfen zurückzog. Dagegen will eine Reihe anderer EU-Länder ihre jeweiligen Standorte wohl unterstützen - womöglich geknüpft an den Erhalt von Arbeitsplätzen.

Großbritannien soll GM nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ Kreditbürgschaften von mehr als 400 Mio. Euro in Aussicht gestellt haben. Spanien soll 300 bis 400 Mio. Euro angeboten, Polen Steuererleichterungen versprochen haben. In Belgien liegen versprochene Staatshilfen von mehr als 500 Mio. Euro auf dem Tisch.

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  • Nun das Polylemma der europäischen Politik in brüssel, was zu erwarten war. Die Länder bieten sich gegenseitig hoch, um Arbeitsplätze zu erhalten.
    USA GM Manager bleiben souverän und pokern hoch gegen die EU. Verheugen oder auch später Öttinger et.al sind nun herausgefordert worden. ich bleibe dabei. OPEL AG sollte sauber saniert werden, solange GM den europäischen Opelanern nicht zusagt,
    die OPEL AG zu verkaufen. Die EU Kommissare sollten nur Gelder zur Verfügung stellen, wenn die OPEL AG
    ein eigenes europäisches Unternehmen werden kann.
    Die belegschaft muss sich auf 30% Restrukturieung einstellen, da das Marktsegment dieser Klasse für
    Opel in Europa zu klein ist. Der zukünftige Markt
    wird von anderen Konzernen des Auslandes (z.Japan usw.) überschwemmt. VW hat nun größere Chancen die
    Marktanteile zu vergrößern. Es ist keine Frage des
    Geschmacks, sondern eine der Technik und des Preises
    vergleichbarer Autos. Zumal das Design der Autos
    sich eh in Vielem gleicht. Es ist eine Frage der einsichtigen Vernunft sowie die einer (sozialen)Marktwirtschaft Deutschlands bzw. Europas. Die EU-
    Kommissare sollten sich selbst einmal im Klaren sein, ob man im EU- Parlament einen SOZiALEN MARKT
    (soziale Marktwirtschaft) will oder eine reine Marktwirtschaft. Eine eindeutige parlamentarische
    Debatte im EUROPAPARLAMENT würde da schon nützlich und angebracht sein.Wie positionieren sich in diesem
    Parlament die Politiker der einzelnen Fraktionen?
    Wenn man schon nur wenig Prozentpunkte von Wählern
    dieses EU- Parlamentes erhält,wäre dies umso wichtiger, dies den Europäern ins bewußtsein zu
    bringen. Viele wissen/ wollen erst gar nichts von
    EU- Wahlen hören. Die Gründe hierzu sich recht
    vielfältig.

    Horst (George) balonier
    Neckarstrasse 2
    64319 Pfungstadt

  • Mal ganz ehrlich - macht die Kiste einfach zu. Dann gibt es halt kein Opel mehr. Mit 4.5 Mrd EUR, die an Unterstuetzung bereit stehen wuerden, koenne wir alle Arbeitslosen aus dieser Schliessung entstehen wuerden sehr sehr lange unterstuetzen.

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