Rettungspaket
Athen ist zuversichtlich beim Schuldenschnitt

Bald läuft die Frist für die privaten Gläubiger ab - doch Athen ist optimistisch, dass der Schuldenschnitt durchkommen wird. Alle griechischen Banken und Versicherungen wollen teilnehmen.
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AthenDie griechische Regierung hat sich am Montag zuversichtlich über den Verlauf des Schuldenschnitts geäußert. „Genaue Zahlen werden wir nicht sagen. Wir sind aber optimistisch“, sagte ein Mitarbeiter der griechischen Finanzministers Evangelos Venizelos der Nachrichtenagentur dpa. Die meisten Banken werden sich nach Schätzungen des Ministeriums „in letzter Minute“ melden.

Venizelos traf sich am Montag mit Ministerpräsident Lucas Papademos, um ihn über den Fortschritt des Schuldenschnitts zu informieren. Am Wochenende hatte sich bereits der Geschäftsführer des internationalen Bankenverbands IIF, Charles Dallara, zuversichtlich gezeigt, dass die Aktion gelingen werde.

Um den Schuldenberg Athens zu verringern, sollen private Gläubiger wie Banken, Versicherungen und Fonds auf Forderungen an Athen in Höhe von 107 Milliarden Euro freiwillig verzichten. Das entspräche einem Schuldenschnitt von 53,5 Prozent. Die Frist, bis zu der sie sich dazu erklären können, läuft an diesem Donnerstag ab. Anschließend wollen sich am Freitag die Euro-Finanzminister über den Umfang der Beteiligung informieren und grünes Licht für das neue milliardenschwere griechische Hilfsprogramm geben.

Athen hofft, dass mindestens 75 Prozent der Halter griechischer Staatsanleihen sich ins „Buch der Willigen“ für den Schuldenschnitt eintragen. Dann kann Griechenland die restlichen Anleger per Gesetz zwingen, bei dem Forderungsverzicht mitzumachen.

Als sicher galt am Montag, dass alle griechischen Banken und Versicherungen sowie Rentenkassen am Schuldenschnitt teilnehmen werden. Das sei ein guter Anfang, hieß es. Die griechischen Banken halten griechische Staatsanleihen im Wert von 45 Milliarden Euro und die verschiedenen Versicherungen und Rentenkassen im Umfang von rund 23 Milliarden Euro, wie griechische Medien am Montag übereinstimmend berichteten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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