Rettungspaket
Streit um Griechenland-Garantien spaltet EU

Die Gespräche um den Garantien-Streit laufen: Nachdem Finnland mit Athen eine Extra-Sicherheit als Gegenleistung für Hilfskredite ausgehandelt hat, pochen Österreich und die Niederlande auf Gleichbehandlung.
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BrüsselDer Streit um Zusatzsicherheiten beim neuen Rettungspaket für Griechenland spaltet die Euroländer. Wie die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel berichtete, laufen Gespräche zur Lösung des Konflikts. Wann die 17 Staaten mit der Gemeinschaftswährung entscheiden, ist bisher offen. 

Die EU-Kommission drückt einen Monat nach dem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der Eurozone aufs Tempo. „Es ist sehr wichtig, dass die Vereinbarungen des Treffens vom 21. Juli rasch und vollständig umgesetzt werden“, sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn. Der Gipfel hatte sich auf ein neues Hilfspaket von 109 Milliarden Euro für Athen verständigt, dazu kommt noch eine Beteiligung privater Gläubiger von etwa 50 Milliarden Euro. 

Hintergrund des neuen Streits ist eine von Finnland mit Athen ausgehandelte Extra-Sicherheit als Gegenleistung für Hilfskredite. Der Sprecher sagte, ähnliche Wünsche anderer Euroländer lägen offiziell bisher nicht vor. 

In der vergangenen Woche hatten Österreich und die Niederlande auf eine Gleichbehandlung gepocht. Die französische Tageszeitung „Le Monde“ (Dienstag) nennt auch die Slowakei und Slowenien als potenzielle Kandidaten für Extra-Sicherheiten. 

Der Sprecher sagte, die Vereinbarung von Juli-Sondergipfel lasse Extra-Sicherheiten explizit zu; die Formulierung sei jedoch weitgefasst und müsse nun präzisiert werden. Finnland und Griechenland hätten ihre Abmachung den Europartnern präsentiert - zu Details nahm der Sprecher keine Stellung. 

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  • Weil Griechenland keine Reformen und ähnliches durchführen wird. Sie wollen Geld. Sie argumentieren das mit Kriegsentschädigung usw. Wenn es kein Geld mehr gibt, dann sind sie weg. Reformen (Privatisierungen) wird es nicht geben. Keinen Meter.

    Aber so tun als ob, wird es unendlich lange geben, wenn unendlich lange gezahlt wird.

    http://www.dailymail.co.uk/debate/article-2008068/WILLIAM-REES-MOGG-The-Greeks-buying-gold--you.html

  • Ich verstehe eins nicht: Warum kann man die Griechen nicht zwingen, zu erst einmal ihr Gold zu verkaufen, bevor die anderen EU-Länder Rettungspakete schnüren. Im Gegenteil kaufen die Griechen sogar noch Gold dazu, von unseren Geldern. Ich verstehe das echt nicht. Wer kann mich aufklären? Wenn ein Bürger insolvent wird, muss er ja auch alle seine Vermögenswerte abgeben.

  • Ja ist es!!!

    Wenn man mit gezinkten Karten spielt, woe Frau Merkel gerade, hat das mit Logik nichts mehr zu tun.

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