Rettungspaket
US-Banken zu Nothilfen gezwungen

Die Regierung von Ex-US-Präsident George W. Bush hat im vergangenen Herbst mehreren Banken staatliche Rettungsgelder in Milliardenhöhe geradezu aufgezwungen. Das geht aus offiziellen Dokumenten hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden.

HB WASHINGTON. Ex-Finanzminister Henry Paulson machte demnach den Chefs von neun Großbanken bei einem Treffen im vergangenen Oktober klar, dass sie praktisch keine andere Wahl hätten als Kredite aus dem 700 Mrd. Dollar schweren Paket zur Rettung des Finanzsektors teilzunehmen. Ziel sei es, einen Kollaps der Geldhäuser zu verhindern.

Bei den Banken handelte es sich den Angaben zufolge unter anderem um Citigroup, Bank of America, Merrill Lynch und Goldman Sachs; bei den Beträgen ging es um bis zu 25 Mrd. Dollar. Die Dokumente wurden auf der Internet-Seite von "Judicial Watch" veröffentlicht, einer konservativen Lobbyisten-Gruppe, die zuvor bei einem US-Gericht die Veröffentlichung der Dokumente erwirkt hatte.

"Wir glauben nicht, dass es möglich ist, sich dem (den Krediten) zu verweigern, weil sie dann verwundbar blieben", sagte Paulson den Angaben zufolge. Die Dokumente bestätigen die an der New Yorker Börse teilweise kursierende Ansicht, dass die Bush-Regierung ihr Rettungsprogramm sehr offensiv vertreten habe.

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