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Rettungsplan: Endspurt im griechischen Schulden-Drama

Jetzt wird es spannend. Der Internationale Währungsfonds, die EU, die Europäische Zentralbank und die Länder Euro-Zone arbeiten mit Hochdruck am Rettungsplan für Griechenland. Die Telefondrähte glühen. Immer mehr Details kommen ans Tageslicht, zum Beispiel Umfang und Dauer des Programms.

Griechenland in der Zange: Die Konturen des Rettungspakets zeichnen sich ab. Quelle: dpa
Griechenland in der Zange: Die Konturen des Rettungspakets zeichnen sich ab. Quelle: dpa

HB BERIN/ATHEN. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou wird voraussichtlich an diesem Sonntagmorgen den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen über das Hilfspaket bekanntgeben. Seine Regierung hat über die Maßnahmen mit Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Zentralbank (EZB) verhandelt. In einer Zwei-Zeilen-Erklärung des Büros des griechischen Regierungschefs hieß es am Samstagnachmittag: „Der Ministerrat unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou wird diesen Sonntag um 09.30 Uhr (08.30 MESZ) tagen.“

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Im Finanzministerium in Athen wurde am Samstagabend noch der Text des Memorandums mit den Verpflichtungen Griechenlands gegenüber IWF, EU und EZB „formuliert und niedergeschrieben“, wie viele griechische Medien berichteten. Den Text soll der griechische Verfassungsprofessor und Verteidigungsminister Evangelos Venizelos zusammen mit den Experten ausgearbeitet haben.

Nach dem Ende der Tagung des Ministerrats am Sonntag soll der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou die Umrisse der beschlossenen Maßnahmen den Medien vorstellen, wie aus Kreisen seines Ministeriums verlautete. Danach wird er nach Brüssel fliegen und die Vereinbarung dort den Finanzministern der Euro-Gruppe vorlegen, die über ihre Hilfszusagen entscheiden müssen.

Kurz vor dem Abschluss der Verhandlungen über die geplanten Griechenland-Hilfen zeichneten sich die Einzelheiten des milliardenschweren Rettungspakets ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy verständigten sich nach französischen Angaben in einem Telefonat auf eine rasche Umsetzung des dreijährigen Hilfsplans. Der Umfang der Stützungsmaßnahmen soll bis zu 120 Milliarden Euro betragen. Der IWF rechnet damit, dass die Bewältigung der Krise bis zu zehn Jahre dauern kann. In Deutschland gab es Signale, dass sich auch Banken an den Kosten beteiligen wollen. In Griechenland demonstrierten Tausende teilweise gewalttätig gegen die Sparauflagen.

Frankreichs Wirtschaftsministerin Christine Lagarde erklärte nach einer Sonder-Kabinettsitzung in Paris, der IWF und die EU-Kommission rechneten mit einem Volumen der Hilfsmaßnahmen von 100 bis 120 Milliarden Euro. Ein endgültiger Beschluss sei noch nicht gefallen. Damit werde bis zum Sonntag gerechnet. In Athen, wo Vertreter von EU, IWF und EZB mit der griechischen Regierung in unmittelbarer Nähe zu der aufgebrachten Menge verhandelten, hieß es, das Paket solle bis zum Abend stehen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bekräftigte erneut, eine Umschuldung Griechenlands der griechischen Staatsanleihen solle vermieden werden, denn dies würde bedeuten, dass Griechenland seine Schulden nicht mehr bedienen würde und die Situation damit außer Kontrolle gerate.

  • 02.05.2010, 12:24 UhrAnonymer Benutzer: bedaro

    Alle Länder, die eine Aufnahme in die EU bzw. den Währungsverbund anstrebten, oder es noch tun, hatten nur ihren wirtschaftlichen Vorteil im Auge, egal ob es um eine Erweiterung ihres Marktes ging, oder die Aussicht auf unverdiente Subventionen.

    Jene Länder, welche sofort für eine Unterstützung waren, sind potentielle Nachfolger Griechenlands, und im Moment sind fast alle überschuldet (bRD 1,7 billionen).

    bei der Durchführung von harten Schnitten werden die Griechen ihre Regierung demnächst abwählen. Jene Politiker, die eine Rückkehr zum alten Überfluß versprechen, werden danach gewählt.

    Also, aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

  • 02.05.2010, 09:08 UhrAnonymer Benutzer: aruba

    Guten Tag,.... Ein Freund und Klient ( Prof. Griechisch und Latein ) sagte mir neulich; Als wir noch auf den baeumen sassen, hatten " Die " schon Kultur. Nun Gut !. Da ich aber regelmaessig Neuzugaenger ( in der EU ) zum Praktikum zugeteilt bekam; kann ich nur Folgendes sagen. " Keiner konnte Englisch oder Franzoesisch, keiner hatte auch nur einen Schimmer von Finanzen; alle waren " Graduates " ( was immer mann darunter verstehen wollte, und aus gutem Hause. Aber eines hatten Alle gemeinsam : Dicke Gehaelter, Trennungspraemien und den Pass des jeweiligen Neulandes als einzige Qualifikation. Ob sie nun Griechen, Portugiesen Ungarn, Polen oder sonst was waren. Theo Waigel sagte mal man solle den Club-Med lieber draussen lassen. Recht hatte er. besten Dank

  • 02.05.2010, 09:02 UhrAnonymer Benutzer: Juergen Kroner

    Wann sagt man uns ndie Wahrheit? Finnland will sich am Paket nicht beteiligen. Portugal hat fuer eine beteiligung kein Geld. Damit ist die Einstimmigkeit dahin. Frau Merkel handelt gegen unser Volk. Wenn der iWF mindestens 5 Jahre bleibt, dann werden auch wir solange bleiben muessen. Warum sagt das keiner? Was sind unsere Abgeordneten eigendlich? Tanzen sie alle nur nach einer Fraktionsdisziplin oder fuehlen sie sich ein Stueck weit dem Volk verpflichtet? Politiker ohne eigene Meinung brauchen wir in Zukunft nicht mehr. Oder sie sollen sich das Geld von den Parteien geben lassen und nicht vom Steuerzahler. ich bin gtegen die Hilfe. Sie wird noch in 10 Jahren notwendig sein. Aehnlich dem Solidaritaetszuschlag.

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