Rettungsplan gefordert
Finanzkrise: Russland lässt Island zappeln

Das von der Finanzkrise erschütterte Island muss weiter einen Milliarden-Kredit aus Russland warten. Wie aus Regierungskreisen in Moskau verlautete, sind zur Vergabe eines von Island dringend benötigten Darlehens mehr Informationen nötig.

HB MOSKAU. Noch lägen nicht genügend Gründe vor, um dem schwer angeschlagenen Island unter die Arme zu greifen, sagte ein hochrangiger, russischer Regierungsvertreter am Freitag. "Wir haben sie gebeten mehr Informationen zu sammeln und einen Rettungsplan für das Bankensystem vorzulegen", sagte der Regierungsvertreter. "Wir haben sie nicht abgewiesen", fügte er hinzu.

Island und Russland hatten ihre Gespräche über das Darlehen am Mittwoch vertagt. Um den Staat wegen der Finanzkrise vor dem Kollaps zu retten, hatte Island Russland um einen Kredit von vier Milliarden Euro gebeten. Zudem hat Island den Internationalen Währungsfonds (IWF) um finanzielle Unterstützung gebeten.

Seine drei größten Banken hat das Land bereits verstaatlicht. An einer davon, Kaupthing, ist einem Zeitungsbericht zufolge ein isländischer Rentenfonds interessiert. Handelsminister Bjorgvin Sigurdsoon habe die Offerte für 51 Prozent an Kaupthing aber als zu niedrig zurückgewiesen, berichtete "Morgunbladid" am Freitag.

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