Rettungsschirm für Euro
Umfang der EFSF-Haftung noch unklar

Der Hebel für den Rettungsfonds EFSF ist noch längst nicht in allen Details geregelt. Unklar ist derzeit eine zentrale Frage: Wie hoch sollen die zu übernehmenden Verluste durch die Euro-Länder maximal sein?
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BerlinZwei Tage vor der Entscheidung der Euro-Finanzminister in Brüssel über die Einzelzeiten der geplanten Verstärkung des Euro-Rettungsschirms EFSF gibt es noch offene Punkte. Aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Brief von Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter an den Haushaltsausschuss des Bundestages geht hervor, dass noch eine Einigung über den Umfang der vom EFSF zu übernehmenden Verluste im Rahmen eines der beiden Hebel-Instrumente fehlt.

„Vorgeschlagen wird eine Bandbreite des Absicherungsvolumens von 20 bis 30 Prozent“, heißt es in dem Schreiben. Einige Mitgliedsländer wollten auf eine Festlegung ganz verzichten. Die Bundesregierung dagegen befürworte eine Quote von 20 bis 30 Prozent als „guten Ausgleich“ zwischen den Absicherungsforderungen privater Investoren und dem Ziel eines möglichst effizienten EFSF-Einsatzes.

Gleichfalls noch nicht völlig klar ist dem Brief zufolge die Definition des Versicherungsfalles - also wann die Teil-Absicherung privater Investoren durch den EFSF fällig wird. Die Frage sei, ob man hier an internationale Standards anknüpfen wolle oder eine eigene europäische Lösung anstrebe, „die darüber hinausgeht und auch bestimmte Formen freiwilliger Restrukturierungen erfassen kann“.

Der EFSF befürworte letzteres und auch die Bundesregierung würde das akzeptieren. Eine europäische Lösung könnte dem Ziel dienen, in einem schwierigen Marktumfeld zusätzliche Anreize für Investoren zu setzen.

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  • Machst du einen Fond auf und machst du noch einen zweiten Fond, gehen tun sie beide nicht:
    (frei nach Brecht Dreigroschenoper)

    „Das zweite Modell firmiert als „Koinvestitionsansatz“. Gedacht ist an einen „Co-Investment-Fonds“ (CIF) für Investitionen in Staatsanleihen von Krisenländern am Primär- und am Sekundärmarkt. „Der CIF wird externe Kapitalquellen auf die Märkte für Staatsanleihen der Mitgliedsstaaten ziehen und so die Mittel des EFSF maximieren und gleichzeitig den Investoren einen gewissen Grad an Schutz geben“, beschreiben die Initiatoren dieses Modell“ (zitat)
    Die Uhr hat bereits zwölf geschlagen, und mit „einen gewissen Grad Schutz geben“ ,das zieht nun nicht mehr.
    In der NYTimes sieht man das kritischer und es wurde bereits der Eventualfall beleuchtet, wenn bzw. Griechenland die Euro-Zone verlassen sollte, bzw. der Euro „in die Binsen geht“ und zieht den Lehman Effekt mit einem Zitat eines französischen Bänkers dazu heran .
    Aus :Banks Build Contingency for Breakup of the Euro Published: November 25, 2011

    “Remember when Lehman went bankrupt — nobody could anticipate what happened next,” said the French banker who was not authorized to speak publicly. “That was a company, not a country. If a country leaves the euro — multiply the Lehman effect by 10,” he said.
    Danach passiert nur das, was bereits schon einmal abgelaufen ist –nur mit dem Faktor mal 10.
    Oder es heißt : “ ….may receive European taxpayer bailouts for up to nine years, officials fear its exit could open a Pandora’s box of horrors”

    Na dann viel Spaß mit der eventuellen Öffnung Pandora’s box of horrors . Es weihnachtet ja schon – und also -alles wird gut?

  • Die Höhe der Haftung? Ganz klar, bis alle vorhandenen und künftigen Schulden der anderen EU-Staaten abgedeckt sind. Deutschland wird das schon stemmen. Und wenn nicht, hat es eben Pech gehabt. Dann war es zu dumm, sich rechtzeitig zu wehren!

  • Dem ESFS fehlen sowohl Investoren als auch Co-Investoren. LOL.
    Spannend ist folgende Struktur, die ist fast identisch mit den so genannten ABS/MBS aus den USA, die 2008 die erste Finanzkrise auslösten:
    "Die „Erstverlusttranche“ soll vom EFSF finanziert und von den Mitgliedsstaaten garantiert werden. Den Investoren soll eine Tranche gewinnbeteiligter Anteile verkauft werden - ihre Anteile sollen frei handelbar sein. Zudem soll die CIF „eingestufte festverzinsliche vorrangige Anleihen“ ausgeben können."

    Cool für Experten ist auch die Diskussion der Definition eines Kreditausfalls. Griechenland Umschuldung ist ja angeblich freiwillig. Eine EFSF Bond Restrukturierung soll im Notfall ein Kreditereignis sein. LOL. Jungs Euch glaubt das alles eh keiner mehr.

    GAME OVER!

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