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Rettungsszenarien: Griechenland-Krise könnte ein Fall für den IWF werden

exklusiv Bundeskanzlerin Angela Merkel sorgt sich wegen der Griechenland-Krise um den Euro. Hinter den Kulissen mehrten sich die Anzeichen, dass die Euro-Partner Griechenland bei wachsenden Problemen am Kapitalmarkt nicht hängenlassen würden. Auch der IWF könnte bei einer möglichen Rettungsaktion eine Rolle spielen.

von G. Höhler, P. Müller, D. Neuerer und T. Sigm
Düstere Lage: Griechenland steht am finanziellen Abgrund. Quelle: ap
Düstere Lage: Griechenland steht am finanziellen Abgrund. Quelle: ap

BERLIN/ATHEN/DÜSSELDORF. „Der Euro ist in seiner sicherlich schwierigsten Phase seit seinem Bestehen“, sagte Merkel am Sonntag. In die Krise schaltete sich auch US-Präsident Barack Obama ein, der mit Merkel und dem britischen Premier Gordon Brown sprach. Unter Experten wurde auch die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) sich der Probleme Athens annimmt. Zugleich verschärfte die Euro-Gruppe den Druck auf die Athener Regierung, ihre Staatsfinanzen aus eigener Kraft ins Lot zu bringen.

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Das bei den Banken bereits tief in der Kreide stehende Land muss dieses Jahr gut 50 Mrd. Euro frisches Geld aufnehmen. Am Finanzmarkt wird in den kommenden Wochen eine zehnjährige Anleihe über mehrere Mrd. Euro erwartet. Im Frühjahr folgt ein weiterer Kreditbedarf von wohl über 15 Mrd. Euro.

Merkel betonte in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“, das Problem müsse an der Wurzel gelöst werden, bei den griechischen Staatsschulden. Die Regierung in Athen müsse ihr Sparprogramm umsetzen, dann könne das Vertrauen an den Märkten zurückkommen. Die Wende soll eine Rosskur aus Einsparungen und Reformen bringen, gegen die es aber Widerstände in der Bevölkerung gibt. Griechenland müsse seine Hausaufgaben machen, sagte Merkel. „Andere Entscheidungen sind absolut nicht getroffen“, betonte sie. Hinter den Kulissen wird seit Wochen überlegt, wie dem Land im Notfall mit bilateralen Hilfen beigesprungen werden könnte.

Einer Frage, ob dafür Kredite oder Bürgschaften der Staatsbank KfW infrage kämen, wich Merkel aus. Es komme darauf an, dass das Konsolidierungsprogramm der Regierung umgesetzt werde. Frankreichs Wirtschaftsministerin Christine Lagarde sagte, sie habe keine Zweifel, dass sich Griechenland refinanzieren könne. Es gebe eine Reihe von Ideen. „Es würden private Partner oder öffentliche Partner einbezogen oder beides“, sagte sie. In Kreisen der Bundesregierung wurde betont: „Lagarde spricht nur für Frankreich.“ Zurzeit werde über alles Mögliche gesprochen. Vieles, was zu lesen sei, sei „absurdes Spekulantengequatsche“.

Der deutsche Europa-Abgeordnete Jorgo Chatzimarkatis (FDP) sagte: „Der Plan ist, dass Deutschland, Frankreich und die Niederlande griechische Staatsanleihen kaufen.“ Nach Recherchen von Reuters wird tatsächlich erwogen, dass die Förderbank KfW bei griechischen Anleihen zugreift. Chatzimarkatis sagte, neben der KfW sei auch die französische Caisse des Depots Teil einer entsprechenden Vereinbarung. In der Bundesregierung hieß es allerdings, eine Vereinbarung dieser Art gebe es nicht. Dazu gebe es derzeit auch überhaupt keinen Anlass.

Auch die griechische Zeitung „Ta Nea“ berichtete, die KfW und die Caisse des Depots sollten griechische Anleihen kaufen oder garantieren. Chatzimarkatis sagte: „Deutschland plant einen Kauf im Volumen von fünf bis sieben Mrd. Euro.“ Die britische „Financial Times“ berichtete am Samstag unter Berufung auf einen deutschen Bankmanager, es werde auch darüber nachgedacht, ob die KfW private Finanzinstitute mit Garantien dazu bewegen könnte, griechische Staatsanleihen zu kaufen. Nach Informationen von Reuters wird das in der Koalition als eine Möglichkeit erwogen.

  • 02.03.2010, 00:03 UhrAnonymer Benutzer: Michael Risse

    Die Frau Weltenbummlerin sollte besser weiter-welten-bummeln.HansiHansenHans wird Chef der Lufthoheitskommandos über alle Stammtische in Deutschland.Populistisches Geschwätz.Aber,um mit den alten Römern,in abgewandelter Form zu sprechen:nicht Carthago esse delendam,sondern hier und jetzt konkret:
    Graeca esse delendam=rausgeschmissen aus der EU.
    Die sind wohl eh nur reingekommen,weil ein paar europäische Staatsmänner in der Schule Altgriechisch als Pflichtfach hatten.ich als Frankfurter Kaufmann weiss schon seit Jahrzehnten,dass man ,unter anderem,mit Griechen keine Geschäfte machen darf.Das sind reine Einbahnstrassen.Von anderen Völkern in diesem Zusammenhang zu reden verbietet sich hier in diesem Zusammenhang.Wenn man die Griechen rausschmeisst,setzt man ein deutliches Zeichen,für die anderen Schluries.Die Spanier sind Kindsköpp,weiss ich als importeur.Die italiener sind mediokorrekte Schlawiner,weiss ich als importeur.Portugal ist ein beamtenstaat mit Null-resourcen,sind nette Leute,aber nur als Urlaubsziel.
    Übrigens die iren sind auch nur als Urlaubskumpels zzu geniessen,weiss ich als importeur.
    Wenn man die Griechen jetzt aus dem betrügerisch selbstverursachten Sumpf holt,brechen alle Dämme.
    Der Euro ist sowieso Schwachsinn,und hat Deutschland sehr geschadet.Man möge aufhören zu träumen.Geschäft ist Krieg,sagen die Japaner.

  • 01.03.2010, 11:25 UhrAnonymer Benutzer: Weltenbummlerin

    Es wird höchste Zeit den korrupten Politikern, auch schmerzhaft, deutlich zu machen, dass die Macht vom Volke aus geht und nicht von den Finanzverbrechern. Das Maß ist bereits am Überlaufen!

  • 01.03.2010, 09:20 UhrAnonymer Benutzer: HansiHansenHans

    Goldman Sachs!!! Die sollen dafür zahlen, schließlich haben sie ja aus der Krise einen riesen Profit eingefahren. Wer einem Land hilft die bilanz zu schönigen, soll auch das Desaster danach wegmachen.

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