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Allianz der Euro-Retter zeigt tiefe Risse

Rettungsverbund ohne IWF?
Allianz der Euro-Retter zeigt tiefe Risse

Die Regeln der Euro-Zone nicht verstanden - und Visionen, die nicht zur EU passen: Dem IWF weht in Europa ein scharfer Wind entgegen. Geht es nach Barroso, spielt der Fonds bei der Euro-Rettung bald keine Rolle mehr.
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BerlinDie Phalanx der Euro-Retter könnte schon bald einen wichtigen Akteur verlieren. Bislang werden die Hilfsprogramme für Krisenländer von der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) gemeinsam betreut. Der IWF hält die bisherige Strategie jedoch für falsch und äußerte dies auch öffentlich in einer Analyse, die sich mit den Rettungsbemühungen für Griechenland auseinandersetzt.

Dabei machte der Währungsfonds keinen Hehl daraus, dass zwischen den Troika-Partnern immer seltener Konsens darüber herrscht, mit welchen Maßnahmen die europäische Schuldenkrise eingedämmt werden kann. „Keiner der Partner scheint das Gefüge als ideal anzusehen“, heißt es in dem 51-seitigen Dokument. Immer wieder seien „unterschiedliche Sichtweisen innerhalb der Troika“ aufgetreten.

In der EU kommen solche Aussagen nicht gut an. Harsche Reaktionen waren die Folge. Nun scheint sich die Debatte über den richtigen Rettungskurs noch einmal zuzuspitzen. Gleich zwei hochrangige Vertreter des europäischen Krisenmanagements meldeten sich öffentlich zu Wort und warfen dem IWF vor, mit Rettungskonzepten zu hantieren, die zur Lösung der speziellen Probleme des Europäischen Währungsraums nicht geeignet seien.

Der Euroraum mit einer einheitlichen Geldpolitik und 17 nationalen Wirtschafts- und Fiskalpolitiken könne nur funktionieren, wenn die Regeln eingehalten werden. „Wenn der IWF das nicht versteht, ist das ein großes Problem“, sagte der Leiter des Euro-Krisenfonds ESM, Klaus Regling, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.  Der Währungsfonds hatte in der vergangenen Woche unter anderem kritisiert, dass sich die Kommission zu sehr auf die Konformität der Reformvorgaben mit den EU-Regeln konzentriere und die Auswirkungen auf das Wachstum zu wenig beachte.

Regling zieht daraus eine ziemliche drastische Konsequenz: Er will den IWF langfristig aus der Troika verbannen. Was den ESM-Chef vor allem stört ist, dass der Fonds mit seiner Kritik der Griechenland-Rettung den Stabilitätspakt lächerlich mache und sich zugleich selbst für die Schaffung von Wachstum zuständig erkläre. "Damit baut er nicht nur einen falschen Gegensatz auf. Vor allem lässt er erkennen, dass er die Regeln unserer Währungsunion nicht versteht."

In dasselbe Horn stößt EU-Kommissionschef José Manuel Barroso. Es sei an der Zeit, die Zusammensetzung der Troika zu überdenken. Die "Ziele und Visionen" des IWF stimmten nicht mit denen der EU überein, sagte Barroso portugiesischen Medien in Brüssel.

Kommentare zu "Allianz der Euro-Retter zeigt tiefe Risse"

Alle Kommentare
  • Was sind denn die "Regeln der Eurozone"? Das ist doch blanker Sozialismus. Hauptsache, das "politische Projekt" krepiert nicht - die Menschen spielen keine Rolle. Man muß nur mal nach GR, PT, E, etc. schauen. Menschenverachtende Aussagen von Dr. Täuschle, Größenwahn von der EU-Kommission, Überheblichkeit der Parlamentarier... Hochmut kommt vor dem Fall. Und schneller als viele glauben. Die Demokratie ist schon hinüber. Die Wirtschaft ist schon im Süden krank. Aber es wird weiter getrommelt wie in Stürmer-Manier. Einfach nur noch willensfanatisch vorangetrieben ohne einen Gedanken an Kritik oder Selbstkritik zu verschwenden. Die Euroskeptiker haben alles vorhergesagt - und werden nach wie vor ignoriert, der Lächerlichkeit preisgegeben ("Prof. Unsinn, etc.) und der Ehre beschnitten. Das ist Europa. Widerlich. Geradezu ekelhaft!

  • Die Politiker fast weltweit arbeiten gegen die Bürger, die sie eigentlich vertreten sollen. Die Finanzwelt hat aus diesem Planeten eine Sklavenhaltung gemacht, Hand in Hand mit dieser Politik.

    Die einzige Frage die sich jeder Mensch stellen sollte ist "Wie werden wir diesen eitrigen Furunkel wieder los der uns tagtäglich in allen Aspekten einschränkt"

    Durch Wahlen? LOL Das ist ein Witz im Witz!!!

  • Den Euro in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf! Mutti muss das eigentlich wissen.

  • Geht es nach Barroso, spielt der Fonds bei der Euro-Rettung bald keine Rolle mehr.
    ----------------------------------------------------------
    Und wenn es nach mir ginge, würden Neo-Maoisten wie der feiste Barroso, der belgische Dichter van Rompui und Schulabbrecher wie Martin Schulz in Europa keine Rolle mehr spielen!

  • War es nicht aus Kreisen des IWF in denen Fehler bei der Griechenland zugegeben wurden?
    http://www.wiwo.de/politik/europa/iwf-griechenland-hilfsprogramm-war-ein-fehler/8261036.html

    Seltsam dass nur kurz darauf alle anti-IWF sind.

  • WENN Wahlen etwas ändern würden, hätte sie unsere Parteiendiktatur längst verboten! Vielleicht, weil sie den Menschenrechten zuwider laufen, oder nicht inklusionsfähig sind, oder weil Schwule zu wenig Mandate erlangen, oder weil die politische Korrektheit gefährdet wäre, oder weil sie unsere drittklassige Bildung nicht mehr garantieren können, oder weil die Zonenwachtel sonst von der Demokratie wachgeküsst würde......?

  • Die EU ist eine Totgeburt seitdem sich Anfang 2000 einerseits die Lohnstückkosten sich von den Preisen trennten, Deutschland durch die Agenda 2010 mit eingebautem Lohndumping zu billig produzierte und die PIGS durch Verkrustung der dann noch für sich funktionierenden Volkswirtschaften wegkonkurriert wurden und andererseits die ebenfalls in Deutschland durch SPD-Grüne neoliberal entfesselten Bankster und Spekulanten provozierte Wirtschaftskrise entstand. Dieser Schaden wird noch bis weit in die kommenden 20`er Jahre hinein den kleinen Mann und Ex-SPD`ler verfolgen und schlußendlich auch noch seine Rente kosten. Es lebe ein verkorkstes Europa und ihre unfähigen lobbygesteuerten sich ständig nur Diäten erhöhenden Bankster-hörigen Politschranzen.

  • Der IWF hat die Euro-Regeln nicht verstanden? Ich kann aushelfen: Wir machen alle Schulden und am Ende begleichen die Deutschen das !!!

  • Dem IWF weht überall ein scharfer Wind entgegen. Denn das was der IWF macht, ist unangenehm für Politiker: Sie sagen überschuldeten Staaten was falsch läuft. Und entsprechend sehen auch die Rezepte aus:

    1. Steuern erhöhen
    2. Ausgaben senken
    3. Inflation erhöhen (bzw. Währung abwerten)
    4. Tafelsilber verkaufen.
    5. Schuldenschnitt

    Ist ein total langweiliges, vorhersehbares Konzept und hundertprozentig deckungsgleich mit dem was jede Hausfrau machen würde und Schuldnerberatungen tausendfach ihren Klienten sagen (ok, Inflation können Privatleute nicht erhöhen)

    Und das jetzt europäische Politiker mosern, ist völlig normal und absolut vorhersehbar.

    Dabei gibt es einen ganz einfachen Trick den IWF aus dem Land zu bringen: Die Kredite des IWF zurückzahlen. Dazu muss man einfach:

    1. Steuern erhöhen
    2. Ausgaben senken
    3. Inflation erhöhen (bzw. Währung abwerten)
    4. Tafelsilber verkaufen.
    5. Schuldenschnitt

    Oh, DAS wollen die Eurokraten ja irgendwie auch nicht... Pech gehabt. :-)

  • Jetzt ist ja die Bankenunion druchgewunken. Unsere Dödel im Parlament haben ja wieder mit Freude zugestimmt. Ich bin mir sicher, dass viel von den einfältigen Abgeordneten gar nicht wissen, um was es da geht. Schäuble und Merkel werden gesagt haben - das hat schon alles seine Richtigkeit, das wurde von Experten geprüft. Und wehe es stimmt einer dagegen - der wird nächstes mal keinen Listenplatz bei der Wahl mehr bekommen.
    Jetzt werden wir mal sehen, was die so zahlreichen Bankenstresstest wirklich wert sind. Fast alle Banken haben ja toll abgeschnitten. Ihr werdet sehen keinen Pfifferling. 500 Milliarden Euro können vom ESM an Banken ausgezahlt werden. Die Pleitebanken in den Pleitestaaten haben Billionensummen an faulen Krediten. Die ganze Zeit haben die sich nicht gemuckst. Auf Wunsch ihrer Regierungen, da ja dann das eigene Land für die faulen Kredite hätte aufkommen müssen. Jetzt muss das betreffende Land nicht für die Schulden seiner Banken haften, sondern der ESM, sprich der europäische Steuerzahler Ca. 500 Milliarden und davon zahlen wir deutsche Steuerzahler dann 27 %, Wirklich toll !!! Da ist unser Steuergeld ja auch besser aufgehoben bei spanischen Zockerbanken, als im eigenen Land für Schulen, Straßen, Rentner und Leute im Billiglohn. Ein Hoch auf die von den Politikern protegierte und gefördete Bankendynastie. Die 500 Milliarden sind ratzfatz weg. Dann wird bestimmt Geld nachgeschossen !! Und wenn alle Menschen in Europa krepieren, Hauptsache der Euro überlebt, denn der ist wichtiger als alles auf der Welt !! Für Mesnchen wie Schäuble, Juncker, Baroso etc. Und einen Hinweis an die Presse !!! Eine Schande für den Journalismus, dass man das Volk nicht besser über diese Lügen aufklärt !!j

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