Rezession
Wirtschaftskrise bremst weltweit die Reallöhne

Die globale Wirtschaftskrise drückt laut Internationaler Arbeitsorganisation (ILO) „dramatisch“ auf die Reallöhne der Beschäftigten. Im Jahr 2008 sind die Durchschnittsentgelte der Arbeitnehmer in 53 untersuchten Ländern im Vergleich zum Vorjahr nur noch um bescheidene 1,4 Prozent gestiegen.
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GENF. 2007 seien die Reallöhne in den untersuchten 53 Ländern noch um durchschnittlich 4,3 Prozent gewachsen. In einigen entwickelten Staaten wie Deutschland (minus 0,6 Prozent), der Schweiz (minus 0,7 Prozent) und Island (minus 4,8 Prozent) mussten die Beschäftigten 2008 sogar sinkende Reallöhne hinnehmen. In den USA bewegten sie sich laut ILO im Jahresvergleich überhaupt nicht.

Viele Arbeitnehmer in den untersuchten Ländern könnten ihren Konsum nur noch finanzieren, indem sie sich verschuldeten. Die ILO-Experten betonen, dass ordentlich bezahlte Arbeitnehmer die Nachfrage in der Wirtschaft stimulieren können und somit zu einem Ende der Rezession beitragen. Vor Beginn der globalen Rezession seien die Löhne in einem Zeitraum von zehn Jahren weniger stark gewachsen als die Volkswirtschaften.

Für das laufende Jahr befürchten die ILO-Experten ein weiteres Schrumpfen der Reallöhne trotz der beginnenden wirtschaftlichen Erholung.

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