
TokioDie japanische Wirtschaft ist zum Jahresende geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt verringerte sich von Oktober bis Dezember um 0,6 Prozent. Der Rückgang war doppelt so groß wie von Experten im Mittel erwartet. Die weltweite Konjunkturflaute, Produktionsausfälle im überfluteten Thailand und eine starke Landeswährung schickten Japan wieder zurück auf den Weg in eine Rezession.
Das Land hat sich erst vor wenigen Monaten mühevoll aus einem tiefen Tal nach der Finanzkrise herausgearbeitet. Zwischen Juli und September hatte die Wirtschaftsleistung erstmals in vier Quartalen zugelegt, und zwar um 1,7 Prozent, wie die Regierung am Montag weiter mitteilte. Aufs Jahr hochgerechnet entspricht der Rückgang im Schlussquartal einem Minus von 2,3 Prozent. Hier hatten Experten einen Wert von minus 1,4 Prozent erwartet.
Insgesamt zeige aber die konjunkturelle Entwicklung nach oben. Die Kapitalinvestitionen der Unternehmen erhöhten sich im dritten Quartal des noch bis zum 31. März laufenden Steuerjahres um real 1,9 Prozent. Der Privatkonsum, der in Japan rund 60 Prozent der wirtschaftlichen Leistung des Landes ausmacht, stieg um 0,3 Prozent.
Die USA haben ihre Wirtschaftsleistung im selben Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent ausgeweitet. Volkswirte gehen davon aus, dass die japanische Wirtschaft im Laufe dieses Jahres wieder wächst. Die Regierung fördert den Wiederaufbau nach der Fukushima-Atomkatastrophe vor knapp einem Jahr mit Milliarden. Zudem hält die Notenbank die geldpolitischen Schleusen weit offen.
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Ein Rückgang des BIP von minus zwei Komma drei Prozent in einem Land wie Japan, welches ja einen geschlossenen Wirtschaftsraum im Inneren darstellt kündet von der
NEU ANBRECHENDEN ZEIT.
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